und noch einmal Paris... mit drei Generationen

Die Wahl des Reisezieles ist nicht immer einfach. Eigentlich hatten wir für dieses Jahr Istanbul geplant. Wir, das sind in diesem Fall die Frauen in meiner Familie, meine Mutter und meine Tochter.
Tja, mit Istanbul wurde es dann nichts, zu wenig Urlaub, zu wenig Geld, nichts passte zusammen. Auch die zweite Idee, Barcelona, war für drei Tage irgendwie zu kompakt. Schließlich waren Flugpreis und Flugzeiten aussschlaggebend für unsere Entscheidung. Also erneut Paris. Bisher war nur ich dort, mehrmals, für Mama und Tochter ist es fremd. Natürlich wird man dieser
Stadt mit drei Tagen auch nicht gerecht, aber sie ist schnell erreicht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man dort überall gut hin und, viel wichtiger, wir konnten uns darauf einigen. Was ja schon mal Grundvoraussetzung ist.
Start in Hamburg am Freitagmorgen bei leichtem Nieselregen und auch bei der Landung auf dem Flughafen Charles-de-Gaulle in Paris freundlicher Nieselregen auf dem Rollfeld. Egal!
Nachdem wir uns eine Paris-visité-card besorgt haben, die inzwischen mit 57,75 € zu Buche schlägt, für 5 Tage zwar, für 3 wäre wiederrum zu wenig gewesen, also danach gehts per RER und Metro zu unserem Hotel, dem Novotel Bercy. Unser Zimmer können  wir zwar noch nicht beziehen, aber die Koffer im Gepäckraum einstellen, uns ein bißchen frisch machen und in der Bar unseren weiteren Tag planen. Wegen des Wetters entscheiden wir uns für Notre Dame, in der Kathedrale wird  es ja trocken sein und es ist nicht all zu weit entfernt.
Jedenfalls, wenn man nur die Anzahl der Metrostationen berücksichtigt. Hier ist noch einmal ein kurzer Exkurs zur Pariser Metro nötig. Sie ist die viertälteste europäische Untergrundbahn, die erste Linie wurde bereits im Jahr 1900 eröffnet und dann wurde eifrig weitergebaut und gebuddelt. Wo auch immer man in Paris steht, die nächste Metrostation ist in der Regel nur einige hundert Meter entfernt. Soweit so gut. Was nichts darüber aussagt, wieviele Treppenstufen sie entfernt ist. Die Metro fährt auf drei unterschiedlichen Ebenen, die tiefste befindet sich 30 Meter unter der Erde. Wenn man dann also von einer Linie in eine andere umsteigen will, so wie wir an der Station Châtelet, lernt man Paris auch von unten kennen. Verbunden durch endlose Gänge in unterschiedlichsten Verwahrlosungsstadien, Treppen hinauf und auch wieder hinab,
bevölkert mit Menschen aller Herren Länder, legt man hier mindestens genauso viele Kilometer zurück, wie oberhalb der Erde. Und eines sollte man auf keinen Fall sein: Fußlahm! Denn Rolltreppen oder gar Fahrstühle sind eher Mangelware in der Metro. Für Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte und Kinderwagenschieber ein ziemlich erhöhter Schwierigkeitsgrad.
Hier bewegt sich der Mensch vorwärts wie noch zu Urzeiten, per pedes. Und bekommt auch immer mal wieder Hindernisse in den Weg gestellt. Sobald er von einer Linie in die andere wechselt, stehen sie da, die Ticketkreuze, die sich erst öffnen, wenn die Fahrkarte hineingesteckt wurde.
Dann heißt es, husch, husch, schnell hindurch und darauf achten, dass alles, was man mit sich führt auch genau so schnell hinterherkommt. Sonst ist man unvermittelt getrennt von seinem Gepäckstück. Oder es hängt eingeklemmt zwischen den Türen, so geschehen mit meinem Rollköfferchen auf dem Weg zum Hotel. Glücklicherweise sind die Pariser recht hilfsbereit und geübt im Zerren, drehen und über die Schranken heben, so dass mir mein Koffer auf diesem Weg folgt. Man sollte auch sehr darauf achten, beim Ertönen des Warnsignales nicht noch in der Tür der Metro zu stehen, die schließen nämlich automatisch, ohne Rücksicht auf Verluste und quetschen gerne mal den einen oder anderen Fahrgast ein. Dieses Pech hat meine Mutter, die wir glücklicherweise gemeinsam dem gefährlichen Griff der Metrotüren entziehen
konnten. Was uns erstmal einen gehörigen Schreck versetzt hat. Sonst aber ist das Metrofahren unkompliziert und manchmal hat man auch einen Sitzplatz. Für alle Untrainierten empfiehlt sich vielleicht vorweg ein Beinmuskelaufbauprogramm, dann sind die vielen Treppen sicher kein Problem.
So, nun aber zurück zu unserer Reise. Nach der Fahrt mit der Metro entdecken wir, dass Notre Dame leicht verschandelt von einem 850 Jahre-Notre-Dame-Vorbau war. Schlecht für die Fotos, aber gut für uns, so können wir unser Sandwich im Trockenen essen. Wir hätten uns gern auf eine Bank gesetzt, doch die Bänke befinden sich außerhalb des Vorbaus und sind pitschnass. Also essen im Stehen und dann ans Ende der Menschenschlange, die an der Kathedrale anstehen. Tatsächlich ist man immer schneller drinnen, als die Länge der Schlange vermuten lässt.












Ich bin jedesmal wieder tief beeindruckt von der Größe und der Stimmung, die im Inneren dieser frühgotischen Kathedrale herrscht.
Trotz- dem es hier diverse Tour- isten gibt, die nicht begreifen, dass man im Inneren einer Kathedrale nicht mit dem Blitz fotografiert.
Wir beobachten ein Paar, das sich in verschiedensten Posen mit irgendwie dümmlich wirkenden Lächeln vor einer Schnitzerei aufnimmt, natürlich mit Blitz und ohne schlechtes Gewissen. Naja, es gibt immer Unbelehrbare.
Wir können um 14 Uhr unser Hotelzimmer beziehen, meine Mutter benötigt eine Pause und wir sind damit ziemlich einverstanden. Also machen wir uns über die vielen Stufen der Metro auf den Rückweg. Unser Zimmer ist für drei Personen nicht groß, aber es ist alles dort, was wir benötigen und für uns reicht es. Wir blicken durch unser Fenster genau auf das
Palais Omnisports, eine Multifunktionsarena in einer irgendwie futuristsich wirkenden Bauweise errichtet, in der die verschiedensten Veranstaltungen
stattfinden. Zur Zeit scheint sich davor eine Art Campingplatz zu befinden, zwischen Absperrungen sind Zelte aufgebaut, Menschen sitzen im Regen wartend unter Plastikplanen. Das ganze wirkt irgendwie befremdlich auf uns. Doch mit Hilfe von Google, eine auskunftsfreudigen Kellnerin und unserem vereinten Sachverstand kommen wir auf die Lösung. Hier findet heute
Abend ein Konzert von Mylene Farmer statt, die mir bis dahin gänzlich unbekannt war, die hier aber wohl ein Superstar ist. Eine Sängerin aus Kanada, für die ihre Fans bereit sind schon Tage vor dem Auftritt ihre Zelte aufzustellen, nur damit sie am Abend des Konzertes möglichst dicht an der Bühne sind. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
          Wir machen uns nach einer ausgiebigen Pause erneut auf den Weg. Es ist trocken, manchmal verirrt sich sogar ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke. Also, auf zum Eiffelturm! In der Metro gibt ein sehr von sich überzeugter junger Mann seine musikalischen
Darbietungen zum Besten und er schaut unverständig, als er von uns keine klingende Münze erhält. Ein älterer Herr, der uns gegenübersitzt, freut sich, dass er mit uns ein Gespräch auf deutsch führen kann. Mit einem herrlischen französischem Akzent!
Auf dem Weg zum Eiffelturm bekommt man Miniatureiffeltürme jeglicher Farbe zu unterschiedlichsten Preisen angeboten, je mehr man verneint, desto billiger werden sie. Wir kaufen keine, was tatsächlich schwer fällt, das letzte Angebot ist fast geschenkt.
Wir warten nur eine knappe  Stunde am Fahrstuhl (das ist tatsächlich nicht so lange) und dann geht es in Windeseile nach oben. Seltsam, durch die Fenster des Fahrstuhles zu beobachten, wie sich die Stadt, je höher wir kommen, langsam in eine Spielzeugstadt verwandelt. Auf der zweiten Ebene müssen wir in einen anderen Fahrstuhl umsteigen, der Blick über Paris ist auch hier schon atemberaubend.



Oben angekommen überlegen wir kurzfrisig mit einem Champagner anzustoßen, aber der Preis lässt uns davon Abstand nehmen. Stattdessen genießen wir lieber diesen unbeschreiblichen Blick.
Das Wetter ver- schlechtert sich erneut, wir können dunkle Wolken in der Ferne über der Stadt hängen sehen. Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Noch schnell ein paar Fotos aus dem Park und dann geht es, inzwischen schon relativ fußlahm, zurück zum Hotel. Wir essen in einem Restaurant gegenüber unseres Hotels. Lasagne mit einem Salat, eines der wenigen bezahlbaren Gerichte. Dann fallen wir müde in unsere Betten. Das war schon ein langer Tag.
Der nächste Tag steht ganz im Zeichen des schlechten Wetters. Es regnet gleich von Anfang an und wir überlegen beim Frühstück im Hotel, wie wir ihn am sinnvollsten gestalten. Apropos Frühstück, das Novotel Bercy ist das erste Hotel, das ich kenne, in dem die Eier ungekocht aufs Buffet kommen. Irritiert über den Wasserbehälter, der daneben steht, warne ich meine Tochter noch kurz vor dem Öffnen des Eis. Was gut war. Sie lernt so auch noch ein neues französisches Wort, Oeuf. Öff,öff klingt es den ganzen Tag fröhlich, ein neues geflügeltes Wort.
Unser erster Anlaufpunkt heute ist die Galerie Lafayette. Kein Kunsthändler oder Maleratelier, wie der Name vielleicht suggeriert, sondern ein Kaufhaus. Aber was für eins.  In jeder Etage sind die Geschäfte im "Logenstil" wie in einem Zuschauerraum einer Oper angeordnet und werden von einer farbenprächtigen Glaskuppel im Jugendstil überdeckt. Architektonisch schon sehenswert. Die Preise der Designermode können sich durchaus auch sehen lassen, nicht unbedingt etwas für den Durchschnittsgeldbeutel. Und noch kurz etwas für alle Schuhfetischisten: hier findet man die größte Schuhabteilung der Welt mit unglaublichen Schuhen.
Als wir wieder draußen stehen, ist es gerade trocken. Wir machen uns auf den Weg zum Arc de Triomphe. Kaum dort angekommen, begrüßt uns ein erneuter Regenschauer. Na toll!











Doch egal, nun sind wir schon mal da, dann müssen wir auch hinauf. Glücklicherweise ist es nicht notwendig dafür die fünfspurige Straße überqueren, an die ich noch unliebsame Erinnerungen habe. Es gibt einen Tunnel, der sicher ans Monument
führt. Hinauf geht es eigentlich über eine Treppe, Pariser scheinen Treppen zu lieben, aber dank meiner Mutter werden wir alle mit dem Fahrstuhl hinauf befördert und müssen auch nichts bezahlen.
Weshalb das so ist, erschließt sich uns nicht, normalerweise soll es 9,50 € Eintritt kosten. Doch wir sind ziemlich zufrieden damit und genießen die
Aussicht auf die 12 sternförmigen Avenuen, während der Regen uns von oben durchnässt. Hört der denn heute gar nicht auf?
Um dem zu entkommen verziehen wir uns auf der Champs Élysées in ein Bistro oder so etwas ähnliches mit ganz besonderen Preisen.
 
Doch hier ist es zu- mindest trocken, die Getränke und die Waffeln schmecken und wir können eine russische Gruppe dabei beobachten, wie diese innerhalb kürzester Zeit ein komplettes Monatsgehalt, also eines von uns, für Essen und Getränke ausgeben. Wahnsinn!
Uns zieht es weiter, am Louvre vorbei, wo wir von einem erneuten monsunartigem Schauer überrascht in die Unterwelt flüchten und die Zeit nützen, einige nutzlose, aber schöne Mitbringsel zu erstehen.
Oberhalb der Erdoberfläche scheint derweil die Welt
unter- zugehen, es schüttet wie aus Eimern und wir sind froh unten im Trockenen zu sein, das wir auch erst verlassen, nachdem der Regen sich wieder beruhigt hat. Riesige Pfützen zieren den Boden.
Wir suchen auf unserem Plan die Metro Richtung
Montmartre. Als wir die Metrostation
Anvers verlassen, ist es tatsächlich immer noch trocken. An der schmalen Straße hinauf zur Sacré Coeurs entsteigt einem Geschäft ein wunderbarer Duft, dem Schokoladenmuseum. Eine traumhafte Verführung, der man nur schwer widerstehen kann. Natürlich gehen wir hinein und schauen uns um. Hier gibt es wirklich besondere
Sachen, die aber viel zu schön zum Essen sind und wahrscheinlich irgendwo im Regal verstauben würden. Und obwohl uns das Wasser im Mund zusammenläuft, bleiben wir stark und kaufen nichts.
Apropos Wasser, als wir dann oben vor dem Eingang der Sacré Coeurs stehen, nachdem wir komfortabel mit der Funiculaire, einer Standseilbahn,hinaufgefahren sind, beginnt es erneut zu regnen. Und hört auch nicht wieder auf. Sacré Coeurs ist von außen wirklich schön, das Innere hat mich schon beim letzten Mal nicht so sehr begeistert. Wir halten uns eine ganze Weile dort auf,
müssen dann aber doch irgendwann in den Regen hinaus.Tja, was nun? Wir spazieren hinauf zum Montmartre und landen schließlich in der Piano Bar Le Tire-Bouchon, was übersetzt dann Korkenzieher bedeutet. Hier war ich bereits beim letzten Mal und hatte mir den Namen nicht gemerkt. Eine wunderbare Bar, in der tatsächlich ein Herr auf dem Piano spielt. Wer mag, darf die Wände schmücken mit selbstverfassten Sinnsprüchen oder was auch immer man gerne mitteilen möchte.
Wovon reichlich Gebrauch gemacht wird, jede Wand und auch die
gesamte Decke sind mit Zetteln bedeckt. Genug Lesestoff für einen langen Abend. Wir wärmen uns auf und hinterlassen natürlich auch einen Zettel, bevor wir uns auf die Suche nach einem Restaurant machen.
Was wir dann finden ist sicher keine kulinarische Köstlichkeit, sondern eine recht einfache Pizzeria. Interessanterweise gibt es hier auf die Pizza zusätzlich noch ein Spiegelei, etwas gewöhnungsbedürftig oder, besser noch, überflüssig. Meine Tochter kann aber ihr neues französisches Wort wieder anbringen: Oeuf, Oeuf!
Inzwischen sind wir ziemlich kaputt und wir beschließen zurück ins trockene Hotel zu fahren, um dort vielleicht noch ein wenig zu lesen und unsere Füße zu entlasten. Für heute war das genug!
Der nächste Morgen empfängt uns mit Sonnenschein und wir machen uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg Richtung Versailles, gemeinsam mit vielen, vielen anderen Touristen, die wir dort auch alle vor dem Eingang treffen. Es ist schier unvorstellbar, welche Menschenmassen dort aufeinandertreffen. Doch dank einer ausgeklügelten Taktik, meine Tochter steht gemeinsam mit meiner Mutter an der Ticketoffice an, während ich mich bereits in die endlose Taschenkontrolleingangsschlange
stelle, benötigen wir nur wenig mehr als eine Stunde bis wir das goldene Tor im Rücken haben. Was ich hier einmal lobend erwähnen muss, ist dass alle EU-Bürger
unter 25 Jahren freien Eintritt haben, was ich anfänglich kaum glauben konnte. So haben auch junge Leute mit knapper Kasse Zugang zu solchen Sehens- würdigkeiten. Toll!
Im Inneren ist es tatsächlich etwas leerer,
als vor zwei Jahren. Man sollte sich aber keinen Illusionen hingeben, niemals hat man einen dieser prächtigen Räume für sich allein. Es geht vorbei an Betten, Kronleuchtern, teuren Möbelstücken, besonderer Aussicht.  Das soziale Gewissen flüstert: was für eine dekadente Verschwendung in der Vergangenheit, das kleine Mädchen in mir wünscht sich hier Prinzessin gewesen zu sein. Ein unvergleichlicher Ort.
Den Spiegelsaal einmal leer zu erwischen, um seine besondere Wirkung in sich aufzunehmen, das wäre toll! Leider wohl so unmöglich wie ein vertrauliches Gespräch mit Barack Obama. Einmal auf dem Boden liegen und die Deckengemälde auf sich wirken lassen, während rundherum Stille herrscht. Die Gemächer durchstreifen ohne gestört zu werden. Welch wunderbare Vorstellung. Doch in der Realität kann man froh sein, wenn man den Fußboden zwischen all den Touristen noch erkennen kann. Was heute der Fall ist. Wir haben also Glück gehabt.

Nach all dem Prunk geht es hinaus in die Gärten. Auf einer Treppe verzehren wir die mitgebrachten Kekse, während die Sonne vom blauen Himmel scheint.

Versailles Gärten sind riesig, man kann hier Stunden zubringen und sich schmerzende Füße laufen.









Wir machen uns als erstes auf den Weg zum Grand Trianon, das Lustschloss Ludwigs XIV., das er nutzte, um sich mit seiner Mätresse Mme de Maintenont zurückzuziehen.
Tatsächlich gefällt es mir noch besser, als das große prunkvolle Versailles, es hat so etwas intimes, familiäres und verfügt sogar über so etwas wie einen kleinen Spiegelsaal. Eigentlich hätte ich auch gerne einen solchen Ort um mich zurückzuziehen...
Durch die Gärten geht es weiter zum Petit Trianon und trotz schmerzender Füße entscheiden wir uns noch bis Hameau de la Reine,  Marie-Antoinettes
"Bauerndörfchen" weiterzugehen. Hier hat sie mit
ihren Hofdamen das einfache Landleben gespielt, lange
bevor sie ihren Kopf verlor. Schon bei meinem letzten Besuch hatte mich dieses Dörfchen fasziniert, in das sich nur wenige der Touristen verirren, die so zahlreich Versailles heimsuchen. Es liegt etwas abseits und ist nicht so bekannt, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Mit ihrem Dörfchen
 machte sich die Königin bei ihrem Volk übrigens ziemlich  unbeliebt. Ihre angebliche Verschwendungssucht hatte ihr bereits einen schlechten Ruf eingebracht, und die Vorstellung, dass sich Marie-Antoinette samt Hofdamen mit silbernen Rechen oder Porzelaneimerchen dem „bäuerlichen Leben“ hingaben, brüskierte nicht nur das Landvolk, das in der Realität ein ganz anderes Leben zu führen hatte.
Das ganze wird auch heute noch bewirtschaftet, zur Freude der Kinder unter den Besuchern gibt es auch reichlich Tiere zu bestaunen.
Wir holen meine Mutter von der Bank ab, auf der sie sich wegen schmerzender Beine und Füße unter einem Baum niedergelassen hatte, und machen uns auf den Rückweg. Da inzwischen uns allen die Füße wehtun, nutzen wir dafür die Bahn, die vom Petit Trianon bis hoch zum Schloss fährt.
Danach geht es mit der RER zurück zum Hotel, wir haben Glück und finden noch einen Platz zum sitzen
und können ein nettes Gespräch mit zwei amerikanischen Ladys aus Arkansas führen. Die Pariser Nahverkehrsmittel sind irgendwie ziemlich kommunikativ.
An diesem Abend essen wir im Hotel, damit wir bloß keine überflüssigen Schritte mehr tun müssen. Das Essen dort ist übrigens ausgezeichnet.
Am Montagmorgen räumen wir dann nach dem Frühstück unser Zimmer, lassen unsere Koffer im Gepäckraum einschließen und machen noch einen ausgedehnten Spaziergang die Seine entlang. Hier gibt es übrigens schwimmende Schwimmbäder, mal etwas ganz anderes. Oder auch
bepflanzte Badewannen. Durchaus kreativ.
Wir legen noch eine Pause am Gare du Lyon ein, ein wirklich sehens- werter Bahn- hof, trinken dort etwas, bevor wir uns langsam auf den Rückweg machen, um unsere Koffer aus dem Hotel abzuholen.  Dann geht es zurück zum Flughafen und es heißt "Au revoir Paris".Bis zum nächsten Mal.
 






























Kommentare:

  1. Paris, lang lang ist es her. Nach deinem Bericht bekomme ich wieder Lust auf diese Stadt. Da ich das Bauerndörfchen gar nicht kenne, ein Grund mehr also. Deine Beschreibungen über diese gefährliche Metro fand ich übrigens sehr amüsant.

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  2. Schön, dass dich der Bericht über die Metro amüsiert hat, die nimmt man auch am besten mit Humor. Paris ist tatsächlich für mich immer eine Reise wert. Und Marie-Antoinettes Dörfchen ist wirklich absolut zauberhaft. Vielleicht findest du ja mal die Zeit dafür.

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  3. Oh, jetzt krieg ich wieder Lust auf Frankreich und auf Paris! Das Dorf von Marie-Antoinette kenne ich noch gar nicht und die Piano-Bar würd ich auch so gern besuchen. Toll... leider zurzeit kein Paris in Sicht.

    Wünsche Dir jetzt schon ein schönes Wochenende!

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  4. Danke, das hatte ich :) Für Paris ergibt sich bestimmt noch einmal eine Möglichkeit.

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