Wale in St. Lucia - eine Abenteuertour


Nirgendwo sonst ist es so spannend eine Waltour zu machen. In St. Lucia startet das Boot direkt vom Strand und es geht duch die hohen Wellen des indischen Ozeans bis man die Giganten der Meere mit eigenen Augen sehen kann.
Einfach unglaublich!


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Valle de Viñales - ein verzauberter Ort

Das Valle de Viñales war auf jeden Fall eines unserer Highlights auf unserer Kubarundreise. Hier findet ihr das ländliche Kuba, natürlich inzwischen auch touristisch, aber auf jeden Fall weiterhin authentisch. Schaut mal rein!


(wie immer der Hinweis auf kostenlose Werbung etc.)

El Nicho - baden unter Wasserfällen

El Nicho - das ist ein Nationalpark zwischen Cienfuegos und Trinidad und auf jeden Fall einen Besuch wert. Badesachen nicht vergessen!


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Ausflug zur Trauminsel Cayo Jutias

Wie so ein Traumausflug buchstäblich ins Wasser fallen kann, könnt ihr euch hier ansehen:


Ganz viel Spaß!

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Havanna für Anfänger


Für alle, die eine Ahnung von unserem Eindruck von Havanna bekommen möchten, ohne dass sie viel Text lesen müssen:

Einmal zusammengefasst in Bild und Musik: Unser Havanna 😀



Viel Spaß!

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Kuba 5 - Trinidad und Topes de Collantes

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Dachterrasse verabschieden wir uns von Cienfuegos und unseren hervorragenden Gastgebern Isabel und Pablo. Wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Weiter gehts nach Trinidad, angeblich Kubas Schmuckkästchen an der Karibikküste, eine der meistbesuchten Städte Kubas überhaupt. Wir sind schon sehr gespannt. Aber auch sehr früh, so dass wir uns entscheiden zuerst Playa Ancon anzufahren, um ein paar entspannte Strandstunden in den Tag einzubauen. Auf dem Weg - eigentlich kurz vor dem Strand - läuft uns sozusagen noch dieses Schiffswrack vor die Linse. Wir können nicht widerstehen, steigen aus - puh, ist das heiß geworden - und versuchen dieses doch in einiger Entfernung liegende Wrack aufs Foto zu bekommen. Es braucht einige Anläufe, bis wir zufrieden sind und die restlichen Kilometer bis Playa Ancon in Angriff nehmen können.
Wir finden einen Parkplatz direkt am Strand und für 2 CUC hat der superfreundliche Parkplatzwächter ein Auge auf unseren Mietwagen.
Hier verbringen wir einige Stunden mit Badefreuden, entspannen auf unseren Liegen unter palmengedeckten Sonnenschirmen und beobachten das Treiben am Strand, während der Wind für eine angenehme Temperatur sorgt. Puderzuckersand, eine freundliche Brise und wunderbar warme Wassertemperaturen. Was will man mehr?
Als am Nachmittag einige Wolken am Himmel auftauchen, machen wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Unterkunft. Allerdings nicht ohne zuvor diesen wunderbaren Oldtimer auf dem Parkplatz zu fotografieren. Der Besitzer sitzt mit unserem Parkplatzwächter rauchend im Schatten eines Baumes und seufzt, dass er schon lange Millionär wäre, würde er für jedes Foto seines Autos etwas Geld nehmen. Da hat er wohl Recht.
Unsere Unterkunft in Trinidad - die Casa Font - liegt mitten in Zentrum und entpuppt sich als eine Art wunderschönes Museum. Der Besitzer führt uns stolz durch seine Räume und hat zu jedem Stück - sei es ein siebzig Jahre alter amerikanischer Kühlschrank, ein altes Klavier oder auch die Betten, in denen wir schlafen - eine Geschichte zu erzählen. Er klärt uns auch noch einmal darüber auf, dass das Toilettenpapier nicht in der Toilette entsorgt wird, sondern in dem danebenstehenden Eimer. Das wissen wir bereits und halten uns auch daran. Im Gegensatz zu vielen anderen Urlaubern, wie wir aus Gesprächen wissen. Die denken wahrscheinlich, nach mir die Sinnflut. Oder begreifen einfach nicht, dass die Kanalisationssysteme in vielen Ländern mit Toilettenpapier nicht so richtig klarkommen. Unser liebenswerter Gastgeber weist auch noch auf den antiken Spülkasten hin, der schon fast ein ganzes Jahrhundert seinen Dienst tut. Erklärt uns auch ausgiebig, wie dieser funktioniert. In Sachen Nachhaltigkeit sind die Kubaner irgendwie Spitze. Da es draußen gerade zu regnen begonnen hat, hören wir ihm wirklich gerne zu. Sein Englisch ist sehr gut, so dass ich meine wenigen Spanischbrocken erst gar nicht rausholen muss. Er sorgt außerdem dafür, dass unser Mietwagen einen Platz in dieser Straße bekommt, und zwar vor dem Fenster desjenigen, der die nächsten Tage gegen ein kleines Entgelt ein Auge darauf haben wird. Wir sind wunderbar umsorgt und das ist toll!
Trinidad ist tatsächlich mindestens genauso großartig wie unsere Unterkunft. Dieses Unesco-Weltkulturerbe wurde mit so viel Liebe farbenfroh restauriert, dass es wirklich einem Schmuckstückchen gleicht. Einem sehr lebendigen allerdings. Mit viel Musik, Farben, Düften und Restaurants. Das sich hervorragend zu Fuß erkunden lässt. Was wir auch ausgiebig tun.
Musik gibt es übrigens ganz hervorragend in der Casa de la Musica. Hierbei handelt es sich nicht um ein Haus, wie man fälschlicherweise denken könnte, sondern um eine Art Freilichtbühne, auf der Nachmittags und Abends unterschiedlichste Musikcombos auftreten. Sie liegt an der spanischen Treppe in unmittelbarer Nähe des zentralen Platzes in Trinidad - der Plaza Mayor. Hier einen Abend - oder auch mehrere - zu verbringen, ist ein absolutes Highlight, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Zu fortgeschrittener Stunde tanzt hier alles was Beine hat, manche tatsächlich medaillenverdächtig.
Was wir noch gemacht haben?
Einen Ausflug ins Tal der Zuckermühlen. Oder Valle de los Ingenios wie es hier auf Kuba heißt. Diese Tal war einst die Heimat von mehr als 50 Zuckermühlen, samt dazugehörigen Plantagen und Herrenhäusern. Mit dem Auto ist es nur wenige Minuten von Trinidad entfernt, also leicht zu erreichen. Wir wollen die Casa Iznaga besuchen, einen Landsitz mit einer Besonderheit, nämlich einem Sklaventurm, der sich hier über 43 Meter in den Himmel streckt. Von hier oben war es ein Leichtes die Sklaven auf den Zuckerrohrfeldern im Blick zu behalten.
Wir erreichen den Turm bei leichtem Nieselregen. Stahlgraue Wolken hängen am Himmel, als wir uns auf den Weg zur Turmspitze machen. 1 CUC kostet es dort hinaufzusteigen, was sich auf jeden Fall lohnt. Zuvor hat man die Möglichkeit aus den Vorgärten der umliegenden Häuser oder an den Ständen, die den kopfsteingepflasterten Fußweg zum Turm säumen, allerlei Dinge zu kaufen, die man nicht wirklich braucht.
Die Holzstiegen sind steil, die Durchgänge schmal, das ist eher nicht so meins. Aber ich beiße die Zähne zusammen und klettere in die Höhe. Der Ausblick lohnt auf jeden Fall die Mühen, wobei er bei Sonne sicher noch um ein vielfaches schöner ist.
Natürlich gibt es auch eine Legende zu diesem Ort, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Der gute Iznaga, dem diese Plantage gehörte, hatte zwei Söhne, die - wen wundert´s - in die gleiche Schönheit verliebt waren. Was natürlich in einem Wettstreit gipfelte. Derjenige sollte die schöne Dame bekommen, der das größere Bauwerk errichtete. Worauf der eine Sohn diesen Turm baute, der andere einen tiefen Brunnen. Beide gleich hoch... oder tief. Der Vater gab die holde Schöne daraufhin dem Turmbauer zur Frau, da er sich von dem Turm den größeren Nutzen versprach. Sklaven beaufsichtigen und so. Das ist natürlich aus einem Brunnen eher nicht möglich. Die Frau hat natürlich wieder niemand gefragt, zufrieden war sie wohl nicht, sie soll sich kurz nach der Hochzeit im Turm erhängt haben.
Wer mag, kann vor der Hacienda noch eine der Glocken läuten, die ehemals im Turm hingen. Drei sollen es gewesen sein, die größte der drei rief die Sklaven zur Arbeit, die Mittlere deutete die Pausen an und die Kleinste rief zum täglichen Gebet auf. Hier kann man die Prioritäten klar erkennen...
Nach einem Kaffee in der Hacienda, fahren wir noch ein wenig ziellos weiter durch das Tal. Entdecken eine rostige, alte Eisenbahnbrücke, eine Menge Landleben und einen Aussichtspunkt.
Wir haben noch einen weiteren Ausflug unternommen. Gemeinsam mit Freunden, die tatsächlich ungeplant gleichzeitig, nur in anderer Richtung auf Kuba unterwegs waren. Dieser Ausflug ist ziemlich besonders, in mehreren Beziehungen. In den Parque Natural Topes de Collantes soll es gehen, einem Park, in dem die Natur dank hoher Luftfeuchtigkeit wuchert und farbenprächtige Orchideen, meterhohe Regenwaldpflanzen, undurchdringliche Bambuswälder, quasi einen Dschungel hervorbringt. Natürlich gibt es auch reichlich Wasserfälle dort, zu einem - dem Vegas Grandes - soll unser Ausflug gehen. Wir haben ihn zusammen mit der Reise gebucht und wissen eigentlich nicht so genau, worauf wir uns da einlassen. Ein Taxi samt Guide holt uns ab, die Schuhfrage wird geklärt - festes Schuhwerk ist die Ansage - und los gehts. So schlimm kann es eigentlich nicht werden, unser Guide ist nicht mehr der Jüngste und auch ein bißchen übergewichtig. Da sollte diese Wanderung für uns Mittfünfziger doch kein Problem sein.
Erstmal geht es zu einer Aussichtsplattform - sozialistischer Betonstyle - die Blick bis nach Trinidad und über den Parque Topes de Collantes bietet. Wir bekommen noch eine Geschichtslektion und die Möglichkeit mit einer Vogelspinne zu interagieren. Was nur von einer Person unserer Minireisegruppe in Anspruch genommen wird. Die anderen haben grad Besseres zu tun...
Es geht weiter mit dem Taxi bergauf, bis wir vor einer Art Kaffeehacienda dann aussteigen dürfen. Alles ist entspannt, wir bekommen die traditionelle Art der Kaffeeröstung erklärt, schlendern durch die Kaffeeplantage, über einen Pfad durch Regenwald, bekommen eine Menge botanischer Erklärungen und sehen sogar den Nationalvogel Kubas, den Tocororo. Ist ja gar nicht so schlimm wie befürchtet!
Doch Pustekuchen! Der anstrengende Teil des Weges beginnt erst später. Dann geht es auf einem schmalen Bergziegenpfad steil bergab. Stetig. Und richtig steil. Der Untergrund ist uneben, Steine und Wurzeln ragen heraus, durch den gestrigen Regen ist es darüberhinaus auch noch rutschtig. Die Wurzeln scheinen unsichtbar ihre knochigen Finger nach uns auszustrecken, um uns zu Fall zu bringen, manchmal geht ohne Festhalten an Ästen oder Zweigen gar nichts mehr.
Mit dem Gegenverkehr muss man zuerst eine gemeinsame Sprache finden und sich dann einigen, damit man unfallfrei aneinander vorbeikommt. Unser leicht übergewichtiger Guide hüpft berziegenmäßig hinab, ohne auch nur einmal zu straucheln. Unglaublich! Das Rauschen des Wasserfalles wird zwar lauter, aber sehen können wir ihn immer noch nicht. Meine Knie signalisieren mir, dass ich die nächsten Tage nicht mehr mit ihnen rechnen kann, meine Beine fühlen sich an wie Wackelpudding. Ich hoffe auf einen Hubschrauber, der mich hier rausholt. Oder ein Wunder. Mein armer Mann hat später Muskelkater im Arm, den er mir zur Unterstützung geboten hat. Ohne ihn hätte ich es sicher nicht geschafft. Und obwohl ich zwischendurch heulend vor Erschöpfung auf einem bemoosten Felsen nach Luft schnappe, schaffe ich es dann irgendwann doch. Hurra!
Da ist er! Das Ziel unseres Abstiegs! Kristallklares Wasser ergießt sich in das Felsenbecken. Die Abkühlung ist in Sicht. Jetzt muss man nur noch hineinkommen. Ins Wasser und zuvor in die Badekleidung. Was nicht ganz einfach ist, denn wie der Weg ist auch das Felsenbecken eher etwas für Fortgeschrittene. Wir schaffen es trotzdem uns auf den glitschigen Steinen umzuziehen, deponieren Kleidung und Schuhe irgendwo zwischen den Felsen und lassen uns mehr oder eigentlich eher weniger elegant ins eisige Wasser gleiten. Was für eine Wohltat!
Hinauf ist zwar schweißtreibend, aber für mich tatsächlich weniger anstrengend. Wir schaffen es mit reichlich Verspätung zurück nach oben und zu unserem vorbestelltem Essen. Tatsächlich sind wir eine der letzten Gruppen, die im Restaurant ankommt. Doch das ist uns egal. Wir sind froh, dass wir überhaupt ankommen.
Unser Fazit: Für diese Wanderung benötigt man unbedingt festes Schuhwerk, eine gute Kondition, Trittsicherheit, reichlich Wasser und evtl. auch etwas Essbares. Für Leute mit Knieproblemen oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen ist diese Tour eher nichts. Es gibt im Topes de Collantes deutlich einfacher zu erreichende Highlights. Aber wir können uns heute Abend auf die Schultern klopfen und uns bestätigen, was für Teufelskerle - oder Frauen wir sind.

(Unbezahlte Werbung, da Orts,- Unterkunfts,- und Parknennung)













Kuba 4 - Playa Larga, jede Menge Krabben, Cienfuegos und der Parque El Nicho

Heute geht es weiter Richtung Playa Larga an die Karibikküste. Eine etwas längere Strecke, die aber dank Autopista nicht ewig dauert, bereits am frühen Nachmittag sind wir da. Als Erlebnis auf der Strecke bleibt mir vor allem der kleine, verschwitzte Mann in Erinnerung, der uns auf einem Kreisel in einem Örtchen fast direkt vors Auto springt, um uns dann mitzuteilen, dass die Straße gesperrt ist. Aha? Er würde den Weg kennen, wenn wir ihn doch einmal kurz mitnehmen könnten, seine Arbeit wäre auch auf der Strecke. Wir sind irritiert, denn eigentlich hat Mapsme bisher einwandfrei funktioniert und uns überall hingebracht. Außerdem fahren die anderen Fahrzeuge alle weiter und es scheint auch niemand zurückzukommen. Wir beschließen den guten Mann auf seinem Kreisel stehen zu lassen, was er wenig komisch findet. Hoffentlich tun wir ihm kein Unrecht. Den Weg haben wir tatsächlich unproblematisch ohne ihn gefunden.
Playa Larga ächzt unter der Mittagshitze, als wir dort ankommen und verwundert diesen doch recht trostlosen, staubigen Ort durchfahren. Unsere Casa wirkt ein wenig wie eine Baustelle, das Obergeschoss scheint noch nicht fertiggestellt. Ob wir hier richtig sind? Sind wir. Das Zimmer ist klein, aber okay, hat sogar Mückennetze vor den Fenstern, wenn auch mit Schlupflöchern. Es gibt auch ein nettes Bad. Wir klären, ob wir hier Abends essen bekommen können und machen gleich eine Zeit ab. Was aber tun wir mit dem Rest des Tages?
Erstmal kurz den Strand besuchen, den zwar die eine oder andere Palme ziert, doch der keinesfalls mit dem erwarteten türkisblauem Wasser aufwartet. Stattdessen schwappt eine trübe Seetankbrühe ans Ufer, die nicht wirklich zum Baden einlädt. Vielleicht steht der Wind grad ungünstig? Dumm gelaufen. Aber egal, dann unternehmen wir halt was anderes.
Kurzer Blick in unseren schlauen Reiseführer, dann machen wir uns wieder auf den Weg. Mit dem Auto. Wir wollen zur Schweinebucht. Oder Playa Giron, wie das hier heißt. Das ist die Stelle wo der kleine David den großen Goliath besiegt hat. Mit Unterstützung der USA, genauer noch des CIA, landeten hier am 17.4.1961 ungefähr 1300 Exilkubaner, um die kubanische Revolutionsregierung zu stürzen. Hat bekanntlich nicht geklappt. Mal sehen, wie dieser geschichtsträchtige Ort so aussieht. Eine halbe Stunde Fahrt sollen wir benötigen, um dort anzukommen. Allerdings fehlte bei der Berechnung der Fahrzeit ein wichtiger Faktor. Es ist nämlich April und Millionen von kubanischen Landkrabben verlassen ihre Mangrovensümpfe, um ihre befruchteten Eier ins Meer zu bringen. Unglücklicherweise müssen sie dafür die Küstenstraße überqueren. Und obwohl es auf Kuba ja eher weniger Privatverkehr gibt, reicht dieser aus eine Art Krabbenfriedhof auf der Küstenstraße zu hinterlassen. Wir sind total entsetzt, als wir realisieren was da so stinkt. Die Straße scheint an einigen Stellen einen rosafarbenen Belag zu haben, so viele plattgefahrene Krabben liegen dort. Aus Angst, dass die riesigen Scheren der Krabben die Reifen zerstören, fahren viele der kubanischen Fahrer, aber nicht nur diese, sehr zügig über die Küstenstraße. Die Krabben sind dann tot, bevor sie überhaupt realisiert haben, dass da eine Bedrohung auf sie zukommt. Sie haben schlichtweg keine Zeit mehr die Scheren in einer Drohgebärde zu erheben.
Wir sind in der Mittagshitze unterwegs, nur wenige Krabben überqueren die Straße, wenn die Temperatur so hoch ist. Trotzdem sind durchaus einige unterwegs und da wir keinesfalls über diese hinwegfahren wollen, bewegen wir uns im Schritttempo im Slalom vorwärts. Bei einer Strecke von mehr als 30 Kilometern eher unpraktisch. Nachdem wir trotz Klimaanlage schweißgebadet auf unseren Sitzen kleben, beschließen wir umzukehren. So ein Kubaurlaub ist doch bestimmt auch zulässig ohne Schweinebucht, oder?
Viel mehr hat Playa Larga dann aber auch nicht zu bieten. Wir spazieren ein bißchen durch den Ort, finden den Geldautomat und heben noch etwas Geld ab, essen in unserer Unterkunft ein leckeres Dinner und verbringen den Abend - wie die Kubaner - auf der Straße und in einer Art Freiluftbar. Eigentlich hatten wir hier 2 Tage geplant, doch wir beschließen bereits morgen weiterzufahren. In Cienfuegos lässt sich sicherlich mehr unternehmen.
Nach dem Frühstück am nächsten Morgen und nachdem wir uns diesen großartigen alten Bus, der vor unserer Casa steht, etwas genauer angesehen haben, machen wir uns erneut auf den Weg. Unsere vorgebuchte Unterkunft in Cienfuegos haben wir erst ab morgen, mal sehen was wir für die heutige Nacht so finden. Vielleicht hat die vorgebuchte Casa ja auch noch etwas frei? Hat sie nicht. Was schade ist, denn die Dame, die uns dort in Empfang nimmt, ist superfreundlich, das Haus sehr schön. Sie telefoniert ein Weilchen und hat schon kurze Zeit später etwas für uns gefunden. Super! Dann schauen wir uns mal Cienfuegos an.
Cienfuegos ist ein wirklich schönes Städtchen. Sie ist sehr französisch geprägt, kann sogar mit einem Triumphbogen im Parque José Marti aufwarten. Wir sitzen eine zeitlang in einer Bar bei einem Mojito und plaudern mit einem Deutschen, der seit Jahrzehnten immer abwechselnd in Kanada und Kuba lebt. Sehr interessant. Wenn der gute Mann auch eine sehr eigene Sichtweise hat. Währenddessen fertigt ein Kubaner von uns unbemerkt zwei schöne Karikaturen an. Die wir natürlich kaufen, sie sind aber auch wirklich gelungen. Wir werfen auch einen teuren Blick - 5 Cuc pro Person - in das Teatro Tomás Terry, das diesen Eintritt auf jeden Fall nicht rechtfertigt, auch wenn dort ehemals so große Stars wie Enrico Caruso oder Sarah Bernhardt aufgetreten sind. An diesem Abend erreicht uns außerdem die Nachricht über den Brand in Notre Dame de Paris, tatsächlich scheint die abendliche Messe in der Catedral de la Purisma Concepción in dieser Frankreich so nahen Stadt besonders voll zu sein.
Unser Dinner nehmen wir hoch oben über den Dächern von Cienfuegos ein. Das Essen ist vielleicht nicht unbedingt eine Offenbarung, der Ausblick auf jeden Fall schon. Außerdem beobachten wir jedesmal voller Sorge die junge Dame, die auf ihren kilometerhohen Absätzen mehr oder weniger freihändig unser Essen über eine steile, eiserne Leiter auf unsere Dachterrasse hinauf balanciert. Schon fast ein wenig akrobatisch...
Den nächsten Tag haben wir für El Nicho reserviert und machen uns nach dem Frühstück auf den Weg. El Nicho ist ein Wasserfall in der Sierra Escambray, ungefähr 50 Kilometer von Cienfuegos entfernt. In meinem sonst so guten Reiseführer findet sich nicht wirklich etwas zu diesem Wasserfall, tatsächlich bin ich im Internet auf einige Fotos und Berichte in Reiseblogs gestoßen. Mal sehen was uns dort erwartet. Die Strecke führt erst durch ländliches Gebiet und später schlängelt sich die Straße durch eine Art Regenwald in die Höhe. Natürlich ist auch auf dieser Straße das eine oder andere Schlagloch zu finden, aber wir hatten in diesem Urlaub schon deutlich schlechtere Wegstrecken.
Überraschenderweise sind wir von Cienfuegos aus bereits nach einer Stunde auf dem Parkplatz am Nationalpark. An einem kleinen Kassenhäuschen sind pro Perso 10 CUC Eintritt zu bezahlen, bevor wir uns auf eine Art Spaziergang durch den Regenwald begeben, der uns Stück für Stück in die Höhe führt. Tatsächlich ist dieser Weg gepflegt und nicht wirklich schwer zu begehen. Er führt am Wasser des Rio Hanabanilla entlang, der sich hier von einem Felsenpool in den nächsten ergießt. Das Tolle daran, in vielen von ihnen ist es möglich zu schwimmen. Das Wasser ist für kubanische Verhältnisse recht kühl, für uns Norddeutsche wunderbar erfrischend.
Nachdem wir uns in dem kristallklaren Wasser im oberen Becken abgekühlt haben, wandern wir noch ein Stückcken weiter bergauf, machen dort ein Picknick und genießen dabei die großartige Ausicht. Dieser Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir bereuen es auch nicht, die 10 CUC Eintritt gezahlt zu haben.
Langsam machen wir uns wieder auf den Weg hinunter, es sind Wolken aufgezogen. Der El Nicho Wasserfall ist jetzt nicht mehr so umlagert wie beim Aufstieg, so dass tatsächlich einige Fotos ohne Menschen möglich sind, hurra!
Zurück in Cienfuegos beziehen wir unsere gebuchte Casa, die den Luxus von gleich zwei Dachterrassen hat. Die wirklich nur zu unserem Zimmer gehören. Unglaublich. Nach einem ausgiebigen Essen - mit Rotwein und Mojito - in einem kleinen Restaurant in einer Seitenstraße, sitzen wir oben auf einer der Dachterrassen und genießen die Abendluft. Was kann es uns gutgehen...

(Kostenlose Werbung, da Orts- und Parknennung)