Wismar - eine alte Hansestadt



Manchmal kommt es ja anders als geplant. Geplant ist für dieses Wochenende eigentlich mit dem Motorrad die Elbe stromaufwärts zu fahren. Aber wie das mit Plänen so ist... Willst du das Schicksal zum lachen bringen, mach einen Plan.
Die Wettervorhersage fürs Wochenende ließ uns den Plan überdenken und so wird aus der Motorradtour an der Elbe ein Kurzwochenende in Wismar, mit dem Auto, wohlgemerkt.
Wir starten am Samstagmorgen bei leichtem Nieselregen. Von Hamburg nach Wismar ist es nicht weit und wir entscheiden uns deshalb für die Landstraßenvariante. Autobahnfahrten sind dann doch eher eintönig und in diesem Fall auch etliche Kilometer weiter. Dieser Entscheidung verdanken wir dann auch gleich unseren ersten Stop am Ratzeburger See. Wir haben einfach keine Lust im Schritttempo dem musizierenden Schützenverein zu folgen, der in gemächlichen Tempo Richtung Innenstadt marschiert, und beschließen lieber im Nieselregen ein Eis am See zu essen. Mit Blick auf die dort idyllisch im Wasser schaukelnden Wikingerschiffe, die über den Verein Alte Schule e.V. gemietet werden können. Übrigens ein echter Spaß in der Gruppe, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Während der weiteren Autofahrt wird aus dem Nieselregen erfrischender, ausgiebiger Landregen, der glücklicherweise mit unserer Ankunft auf dem kostenfreien Parkplatz am Hafen von Wismar pausiert. Genug Zeit, um mit Schirm und Rucksack bewaffnet Richtung Hafen zu schlendern.
Im Gegensatz zum Hamburger Hafen doch eher übersichtlich,
hat aber gerade der alte Hafen seinen ganz eigenen Reiz bewahrt. Immer am Wasser entlang kommen wir an diversen Fischhökern vorbei, die ihr Geschäft von ihren Booten aus betreiben. Backfisch im Brötchen scheint hier eine lange Tradition zu haben und wird gefühlt überall angeboten. Noch hält sich unser Hunger allerdings in Grenzen.
Überall stehen die großen alten Speicher- häuser, an denen teilweise noch die Schriftzüge des VEB Kombinat Getreidewirtschaft Wismar zu erkennen sind.
Oder Schilder mit der Aufforderung Vorsicht walten zu lassen. Dazwischen Brachflächen, die auf ihre Bebauung warten.
Als wir das Baumhaus mit den zwei Schwedenköpfen davor am Ende des Kais erreichen, beginnt es erneut zu regnen, diesmal als feiner Sprühregen. Diese Regenvariante durchnässt leider schneller als man denkt. Das Baumhaus heißt übrigens Baumhaus, weil hier mittels eines langen Baumstammes der Hafen bei aufkommender Gefahr abgesperrt werden konnte.
Wir nutzen die Periode des Sprühregens für einen ausgiebigen Aufenthalt in einem Souvenirgeschäft und den Verzehr zweier Fischbrötchen samt Bier zum Hinunterspülen unter der Plane eines der Verkaufsboote.


Wassertor
Bevor wir uns auf den Weg durchs Wassertor in die Altstadt machen, kreuzt ein weiteres Relikt aus DDR-Zeiten unseren Weg. Ein Jawa-Motorradgespann mit Anhänger. Der Fahrer dreht extra noch einmal um, damit wir ihn fotografieren können. Sehr freundlich.
Brauhaus Am Lohberg
Dann bummeln wir, ganz ohne Regen, ein wenig durch die Altstadt- gassen und bewun- dern die Fach- werk- häuser und Giebel aus den verschiedensten Jahrhunderten.
Wir kommen am Brücken- haus über dem Graben vorbei, ein bereits im 13. Jahrhundert angelegter Kanal, der den Mühlensee mit der Ostsee verbindet. Sehr schön gefallen uns die wunderbar schiefen Erker.
Dann gehts weiter ins sogenannte Gotische Viertel. Erstaun- licherweise ist es immer noch trocken. Sicher weil wir mit einem riesigen Stockschirm unterwegs sind, der eigentlich immer im Weg ist und der mehrmals gefährlich nahe ans Objektiv der teuren Kamera gerät. Wir wollen uns die monumentalen Backsteinkirchen ansehen, die hier stehen. Zufällig führen uns unsere Schritte als erstes in die Kirche St. Georg, die im 2. Weltkrieg bei einem alliierten Bomberangriff erheblich beschädigt wurde, um danach dem Verfall überlassen zu werden. Unter der DDR-Regierung hatte der Erhalt von Kirchengebäuden nicht unbedingt erste Priorität. Seit 1990 wurde die verfallene Kirche saniert und präsentiert sich uns heute in schlichter, aber gerade deshalb beeindruckender Backsteingotik. Sie wird als Konzertkirche genutzt, ist dementsprechend bestuhlt und bei unserem Besuch wird grad reichlich Bühnentechnik aufgebaut. Die Akkustik soll berauschend sein.
Der Himmel ist immer noch grau, als wir weiter zur St. Marienkirche gehen. Oder besser zu dem was von ihr übrig ist, nämlich dem Turm. Der Rest der Kirche wurde 1960 gegen den Widerstand großer Teile der Bevölkerung gesprengt. Da der Turm aber in den Seekarten als Landmarke verzeichnet war, blieb er einigermaßen unversehrt.
Er kann besichtigt werden, was tatsächlich keinen Eintritt kostet. Lediglich um eine Spende bittet der Verein, der sich um die Erhaltung kümmert. Die einstündige Führung kann ich wirklich weiterempfehlen.
Wir erfahren etliche Detailles über Bauarbeiten im Mittelalter, während wir die eng gewundene Wendeltreppe emporsteigen. Nach dieser Führung weiß man, was ein Mauerstein im Klosterformat ist, welche Schwierigkeiten das Erstellen eines Kreuzrippengewölbes birgt und warum in den Analen der Kirche kein toter Bauarbeiter auftaucht, obwohl das Mauern unter den Bedingungen in extremen Höhen und bei starken Winden sicher seine Opfer gefordert hat.
Außerdem darf man die Glocken läuten, ein echtes Erlebnis für die Ohren, und hat einen wunderbaren Blick über Wismar.
Wieder unten angelangt ist es Zeit unser Hotelzimmer zu beziehen. Auf dem Weg hinunter zum Parkplatz am Hafen beginnt es erneut zu nieseln, unser Stockschirm kommt also endlich zum Einsatz. Als wir beladen mit dem Gepäck (ok., ganz so viel war es ja nicht....) wieder hinauf Richtung Hotel stiefeln, verwandelt sich der Nieselregen in einen ausgesprochenen Platzregen. Wir tauschen den Schirm gegen einen schützenden Hauseingang. Wie auch diverse andere Touristen. In jedem Hauseingang drängeln
sich mehrer Personen. Verlassen diesen erst wieder, nachdem sich der Regen auf ein erträgliches Maß reduziert hat.
Wasserkunst
Unser Hotel Alter Speicher liegt unweit der Nikolaikirche. Es hat eine wunderschöne Fassade und steht unter Denkmalschutz. Leider liegen die Zimmer in einem Neubau hinter dem Haus und entsprechen so nicht so wirklich den Vorstellungen, die wir uns davon gemacht haben.
Naja, egal, alles ist sauber, die Betten sind gut und wir sind ja nur eine Nacht hier.
Alter Schwede
Wir laden unser Gepäck ab und machen uns erneut auf den Weg. Zum riesigen und auf mich irgendwie kahl wirkenden Marktplatz. Wunderschön umrahmt von Häusern unterschiedlichster Bauart hat er in der Mitte erst einmal nichts zu bieten außer Pflastersteine.
An einer Seite, dem Alten Schweden gegenüber, steht ein Renaissance- pavillon, die Wasserkunst, der von 1602 bis 1897 die Wismaer Bürgerhäuser und vor allen Dingen die zahlreichen Brauereien mit frischem Wasser versorgte. Im alten Schweden, einem bereits 1380 erbautem Haus mit einem wunderbaren Giebel, wollen wir für Abends einen Tisch reservieren, aber leider ist alles ausgebucht. Schade. Dafür hat  der Nieselregen inzwischen aufgehört, so dass wir
unsere Schirme - ja, wir haben inzwischen zwei, hurra- zusammenklappen können. Das ist doch auch etwas.
Vorbei gehts an der Titten- taster- straße, die es gar nicht mehr gibt. Ehemals soll hier eine Gasse den Markt mit der Diebsstraße verbunden haben, die so  schmal war, dass sie vom Volksmund "Tittentaster" genannt wurde. Manche Namen lösen bei mir seltsames Kopfkino aus.
Eine Kaffee- pause machen wir dann im Café Glücklich, eine Empfehlung einer ganz lieben Kollegin. Hier ist man erstmal schon glücklich, wenn man einen der wenigen Tische ergattert und noch glücklicher, wenn man einen der sicher wahnsinnig kalorienreichen Kuchenträume verspeist.So leeeeecker. Teeliebhaber kommen hier übrigens auch mal auf ihre Kosten, ich habe selten eine so umfangreiche Teekarte gesehen.
Die Nikolaikirche, unsere nächste Station, empfängt uns tatsächlich im Sonnenschein. Die Wolkendecke ist aufgerissen, der Himmel zeigt sich in strahlendem Blau.
Diese riesige Backsteinkirche beeindruckt allein schon durch ihre schiere Größe. Sie beherbergt heute viele der Kunstschätze aus den beiden anderen Kirchen, was nicht immer zu einem gelungenem Gesamteindruck führt. Die Proportionen stimmen nicht unbedingt. Manche Dinge wirken, als hätte man sie in die Ecke gestellt und dort vergessen. Man sieht, dass sie nicht für diese Kirche gemacht wurden.
Das Bauwerk selber, mit seinem 37 Metern hohen Langschiff, ist aber auf jeden Fall ein Paradebeispiel norddeutscher Backsteinkunst und sollte unbedingt besucht werden.
Wir bummeln weiter, den Graben hinunter Richtung Alter Hafen und genießen dabei, wie alle anderen Besucher, die wärmenden Strahlen der Sonne. Raus aus den Regenjacken, hurra!
Im Hafen ist inzwischen die Wissemara eingelaufen und liegt gut vertäut am Kai.
Hierbei handelt es sich um einen mit mittel- alterlichen Techniken gefertigten original- getreuen Nachbau einer Kogge aus dem 14. Jahr- hundert. Einem Wrack nachempfunden, das 1997 vor der Insel Poel gefunden wurde. Wirklich sehr beeindruckend.
Es kann besichtigt werden und man kann damit Segeltouren unternehmen. Bestimmt ein interessante Angelegenheit.
Wir pausieren erneut auf eine Bank, während ich einen Blick auf meinen Schrittzähler werfe. Oh, tatsächlich haben wir inzwischen fast zehn Kilometer zurückgelegt. Kein Wunder, dass die Füße schmerzen. Und sich ein Hungergefühl breit macht, es ist ja auch schon fast 19 Uhr. Also ab ins nicht weit entfernte Brauhaus am Lohberg.
Hinter der Fachwerkfassade hängt der Hopfen von der niedrigen Balkendecke, es gibt bodenständiges mecklemburgisches Essen und vor allen Dingen ganz hervorragendes Bier. Ich empfehle ein Glas von der Momme, einem absolut süffigen Schwarzbier. Prost!

Das reichhaltige Essen lässt sich dann hervorragend mit einem der besonderen Hausbrände

herunterspühlen. Es gibt sogar einen Brand aus dem Schwarzbier, der schmeckt fast ein wenig wie Whisky. Das Bier wird auch Außerhaus verkauft, in praktischen Einliterflaschen. Wahrscheinlich haben hier alle stets einen sehr großen Durst.
Den Rest des Abends verbringen wir auf einer Bank im Hafen und sehen von dort der Sonne zu, die spektakulär ihrem Untergang entgegensinkt.  Wirklich sehr freundlich von ihr, dass sie sich extra so viel Mühe gibt.



Müde von all diesen Laufereien und Besichtigungen schlafen wir wunderbar tief und fest in den Sonntag hinein. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Café Senf, das unweit unseres Hotels deutlich günstiger als dort Frühstück anbietet, verbringen wir den Rest des Tages sehr erholsam in der wirklich ansprechenden  Saunalandschaft des Wonnemar Wismar, bevor wir uns am späten Nachmittag zurück Richtung Hamburg aufmachen.  Ein echt gelungenes Wochenende in einer schönen Stadt.












Sommerzeit

Bisher scheint die Jahreszeit Sommer eher nicht so förderlich für meine Blogeinträge zu sein. Obwohl sich der Sommer im Moment ja eher wenig sommerlich gibt. Aber ich will nicht klagen, wir hatten ja durchaus schon ein paar warme Tage. Könnten fast mehr sein als im gesamten vergangenen Sommer.

In den letzten Wochen fällt es mir jedenfalls zunehmend schwerer die Zeit zum schreiben zu finden. Ständig fordern andere Dinge meine Aufmerksamkeit. Der Garten zum Beispiel. Verliert man ihn einen Moment aus den Augen verwandelt er sich in eine Art Dschungel. Selbst Gartenmöbel wachsen innerhalb kürzester Zeit zu und sind gelegentlich nur schwer und in zeitraubender, mühevoller Kleinarbeit wiederzufinden. Dazu kommt, dass die Erfolge in dem Terrain eher kurzfristiger Natur sind und man sich nach wenigen Tagen zu fragen
beginnt, was man eigentlich in all den Stunden getan hat. Lässt man die Wildniss zu lange unkontrolliert wuchern, kann es sein, dass sich Gewächse ungesehen zu fest und tief verwurzelten Exemplaren entwickeln, die nur mit erheblichem Kraftaufwand der Erde wieder entrissen werden können.
So in unserem ver-
filzten Rosen- dickicht ein über zwei Meter hoher Walnussbaum, der jetzt sein Dasein in einem Eimer fristet und auf ein schöneres Plätzchen wartet. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass diverse Garten- und Teichbewohner uns Rückmeldungen über ihr Wohlbehagen durch lautes Quaken oder dauerhafte nächtliche Kuckucksrufe geben. Ich liebe meinen Garten.
Wenn man nicht mit dem Garten beschäftigt ist, dann aber sicher mit dem Grillen. Entweder selber oder bei einer der zahlreichen Einladungen zu irgendwelchen Grillevents.
Die in den Sommermonaten, unabhängig von der jeweiligen Wetterlage mindestens zweimal in der Woche stattfinden. Was dazu führt, dass so hehre Ziele wie eine Bikinifigur in unerreichbare Ferne rücken. Es gibt einfach Dinge, von denen muss man sich verabschieden. Schon deshalb, weil bei uns auch die kalten Tage nicht grillfrei zu gestalten sind, da wir über einen überdimensionalen Feuerkorb verfügen. Tja, irgendwas ist immer.
Um all die Fressarien halbwegs im Griff zu haben, ist natürlich auch noch regelmäßiger Sport wichtig. Mindestens dreimal die Woche geht es also auch noch für eine Stunde ins Wasser. Und es gibt natürlich so zeitraubende Geschichten wie die Arbeitsstelle, Haushalt, kochen, Einkäufe. Ich hab leider immer noch niemanden gefunden, der sie mir abnimmt.
Zu guter Letzt braucht auch die Planung der nächsten Reise ein wenig Zeit. Im Juli geht es für zwei Wochen nach Wales und ich arbeite mich grad mit viel Freude durch die Reiseführer. Die Blogeinträge bleiben dabei ein bißchen auf der Strecke. Obwohl ich noch diverse Ideen und Fotos für Berichte habe, werdet ihr noch ein wenig darauf warten müssen. Sorry.



Getaggt... und weiter gehts...

So, nachdem ich nun den gestrigen Abend zwischen lauter ausgelassenen jungen Menschen in festlicher Kleidung verbracht habe, um mit ihnen gemeinsam den Abschied von der Schulzeit zu feiern, habe ich nun endlich Zeit mich dieser Aufgabe zu widmen. 
Ich bin nämlch getaggt worden und habe gestern ein wenig Zeit genutzt, um herauszukriegen, was das denn eigentlich heißt. Wenn ich das richtig interpretiere ist tagging eine Methode kleinere Blogs mit unter 200 Followern bekannter zu machen. Und das geht so:


1. Als Dankeschön den Tagger verlinken.
2. 11 Fragen vom Tagger beantworten.
3. 11 neue Fragen ausdenken.
4. 10 Blogger taggen, die unter 200 Follower haben und es Ihnen mitteilen.
Puh, habe ich so für mich gedacht, mal sehen, ob ich es hinkriege.
Also... zu 1.
bei der ich mich hier noch einmal ganz herzlich bedanken möchte. Ich folge ihrem Blog mit großem Interesse, der mir nicht nur viel Hintergrundwissen über alles vermittelt, was irgendwie mit einem meiner Lieblingsreiseziele, nämlich Ägypten, zusammenhängt, sondern auch ganz wunderbare Buchtipps und noch ganz viele andere interessante Sachen beinhaltet. Werft mal einen Blick auf die Seite.

zu 2.
1. Wie bist du auf die Idee gekommen ein Blog zu starten? 
Ich liebe es zu reisen. Fremde Länder, fremde Kulturen, Sitten und Gebräuche faszinieren mich. Informationen über Reiseziele habe ich mir selbst oft im Internet geholt, ich erinnere mich ganz genau an einen Reisebericht über die Soca, einen Gebirgsfluss in den julischen Alpen Sloweniens, der mich unheimlich beeindruckt hat, sowohl durch die hervorragenden Fotos, als auch durch die lebendige Art der Beschreibung. Nachdem wir im Jahr 2012 unseren Traum wahrmachen konnten, nämlich einen Urlaub in Südafrika, war es mir wichtig, diese Erlebnisse auch weiterzugeben.
  
2. Womit beschäftigst du dich noch in deiner Freizeit? 
Ich lese gerne, wobei ich zugeben muss, dass ich heute seltener dazu komme als früher. Darüber hinaus gehe ich zwei bis dreimal die Woche für eine Stunde schwimmen, das macht den Kopf frei und hält fit. Ich bin gern draußen (allerdings am liebsten bei schönem Wetter, was in unseren Breitengraden gelegentlich schwierig ist) und unternehme gern etwas mit Freunden, was durch die in vielen Lebensjahren angesammelten Freundschaften viel Zeit in Anspruch nehmen kann..., aber ganz, ganz wichtig ist, genauso wie Zeit mit der Familie...


3. Gibt es spezielle Seiten im www die du anderen gerne empfehlen möchtest?
Da muss ich passen, es gibt so viele Seiten, mir fällt da keine spezielle ein.


4. Früher Vogel oder Nachteule? 
Vor Jahren hätte ich ohne zu überlegen Nachteule geantwortet, doch ich entwickel mich tatsächlich in letzter Zeit eher zu einem frühen Vogel. Eigentlich wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Ich mag nicht vor sechs aufstehen, schlaf aber selten länger als bis halb neun und bin in der Woche um 23 Uhr müde, am Wochenende etwas später...


5. Welches Buch liest du gerade? 
Ein Buch, das ich letzte Woche auf dem Flohmarkt gekauft habe, nichts spektakuläres: Charlotte Link "Am Ende des Schweigens".


6. Verfolgst du literarisch einen besonderen Schwerpunkt? 
Nein, ich bin offen für alles.  


7. Gibt es ein Genre welches du gar nicht liest? 
Eigentlich nicht. Ich lese eher selten Gedichte oder Klassiker, aber dass ich irgendwas gar nicht lese, kann ich nicht sagen.

8. Hat sich dein Lesegeschmack mit den Jahren verändert? 
Das ist schwer zu beantworten. In jungen Jahren ist jedes Buch noch ein besonderes Erlebnis, man hat noch nicht so viel gelesen und nicht das Gefühl ständig auf Wiederholungen zu treffen. Ich lese mehr Thriller oder Krimis als früher, auch freiwillig mal ein Buch von Hesse (was mir in jungen Jahren, als so etwas Pflichtlektüre in der Schule war, eher nicht passierte), aber insgesamt war meine Lektüre immer breit gefächert.


9. Bevorzugte Buchausgabe. Gedruckt oder eBook? 
Auf jeden Fall gedruckt. Ich muss ein Buch anfassen können, es muss nach Papier duften, meine Fingerspitzen müssen die Buchstaben liebkosen können, es muss in einem Regal stehen können. In dieser Beziehung bin ich tatsächlich zutiefst konservativ, was sonst eher ungewöhnlich für mich ist.

10. Welches Buch musst du unbedingt weiterempfehlen? 
Da kann ich mich nicht auf eines beschränken. Ich lasse die weg, die eigentlich schon jeder gelesen hat, so wie Herr der Ringe oder ähnlich Bekanntes.
1. Sinuhe der Ägypter von Mika Walkari (ich habe es mit vierzehn gelesen, auf ihm gründet meine Interesse für alles ägyptische)
2. Taube unter Falken von Katherine Allfrey (ein Jugendbuch, das im alten Griechenland zwei unterschiedliche Lebensweisen anhand der Geschichte der jungen Evadne vorstellt)
3. Ikufar von David Ball (die Geschichte eines jungen Mannes zwischen zwei Welten, der europäischen im 19. Jhd und der Touareg)
4. Die Darkover-Romane von Marion Zimmer-Bradley (Fantasy, auch hier geht es um das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen und Lebensweisen)
5. Gut gegen Nordwind von Davis Glattauer
6. Der Name des Windes von Patrick Rothfuss
Ich muss jetzt aufhören, mir fallen immer mehr Bücher ein...


11. Der schönste Buchtitel (unabhängig vom Inhalt)?
Puuuh, ich habe keine Idee... 

zu 3.
die elf neuen Fragen:

1. Warum schreibst du einen Blog?
2. Welche Themen interessieren dich in anderen Blogs?
3. Was ist deine liebste Freizeitbeschäftigung?
4. Verreist du gerne?
5. Welche Länder interessieren dich?
6. Bist du eher ein Individual- oder ein Pauschalurlauber?
7. Was war dein tollstes Reiseerlebnis?
8. Was war dein schrecklichstes Reiseerlebnis?
9. Gibt es eine Stadt, die du als Städtereise empfehlen würdest?
10. Was ist dein Lieblingsbuch?
11. Gibt es einen Musiktitel, den du empfehlen kannst?

Jetzt bleibt mir nur noch, die Blogs aufzulisten über deren Antworten ich mich sehr freuen würde. Ich freue mich wirklich über jeden, der mitmacht, auch wenn vielleicht nicht jeder 10 Blogger zum taggen findet. Das ist auch mir nicht leicht gefallen. Wichtig ist, dass ihr Spass beim mitmachen habt. Vielleicht könnt ihr kurz als Kommentar schreiben wie ihr das seht?

1. http://blog.aras-orhon.de/
2. http://altesteine.blogspot.de
3. http://cotton-candy-stories.blogspot.de

Uuuups, ich bin getaggt worden...

... und freue mich auch ganz doll darüber, obwohl ich erst gar nicht wusste, was das eigentlich bedeutet.
Erstmal vielen Dank an
http://alles-nicht-so-wichtig.blogspot.de/,
die mich getaggt hat.
Ich bewundere deinen Blog und das erste Buch, das ich mir auf deine Empfehlung gekauft habe war seit langem eines der Besten, die ich gelesen habe.
Den Rest des Prozederes erledige ich erst am Wochenende, da mein Sohn heute Abifeier hat :)
Bis dahin allen einen schönen Tag.

KwaZulu-Natal: Übernachten im Baumhaus - ein magisches Erlebnis

Das Baumhaus Pegasus
Jeder gute Urlaub steht und fällt mit den Unterkünften.Wer an einem beschaulichen Urlaubsort nachts im Zimmer mit schlechten Matratzen oder nicht vorgesehenen Tieren zu kämpfen hat, wer stinkenden Abfall vor seinem Hotelfenster findet oder morgens das Frühstück von schmutzigem Geschirr in einem Restaurant mit Bahnhofsambiente zu sich nehmen muss, der kehrt meist nicht so richtig zufrieden aus dem Urlaub zurück.
Durch diverse Hotelbewertungsportale ist es inzwischen nicht mehr ganz so schwer die Reinfallquote gering zu halten. Gott sei Dank! Manchmal aber findet man durch Zufall im Urlaub eine Unterkunft, die bei keinem Reiseveranstalter zu buchen ist und auch  Interneterprobten nicht sofort ins Auge fällt. So eine haben wir im letzten Jahr in Südafrika gefunden und die möchte ich euch hier vorstellen.
Die Sycamore Avenue Treehouselodge liegt unweit der N3 in KwaZulu-Natal in den Midlands Meander. Die Gipfel der Drakensberge sind nicht weit entfernt.
Pegasus
Wir kamen von St. Lucia am indischen Ozean und suchten nach einem Zwischenstop auf dem Weg nach Johannesburg. Dort sollte in drei Tagen unser Flug zurück nach Deutschland gehen.
Die Wendeltreppe nach oben
Baum häu-
ser? Das hörte sich für uns erst- mal gut an.
Die Fotos im Inter- net sahen auch viel- versprechend aus, die Drakensberge waren von dort gut zu ereichen und die Anbindung an die N3, die Verbindungsstraße zwischen Durban und Johannesburg, ausgezeichnet. Kurz gesagt, alles super!
Wir hatten Glück, es war tatsächlich noch etwas frei. Im südafrikanischen Winter ist die Gegend um die Drakensberge nicht sehr voll, schließlich kann es  hier durchaus  Frost und Schnee geben. Oder auch mal 15 - 20 °, wer weiß das schon?

Wunderbar bequemes warmes Bett
Das Baumhaus Pegasus wurde für zwei Tage unsere Heimat.
Baum- haus ist hier vielleicht ein bißchen irre- führend. Eigent- lich steht das Haus auf Pfählen. Aber optisch wirkt es schon wie ein Baumhaus, da es sozusagen zwischen die Bäume gesetzt wurde.

Es gibt ein richtiges Badezimmer, das nicht nur eine Dusche, sondern sogar ein whirlpool hat. Jedes Möbelstück ist handgefertigt, die Türen eine Augenweide und trotzdem ist alles da, was man braucht.
Hier hat jemand seine Fantasie aber wirklich voll ausleben können. Ich bin mir sicher, der Erbauer hat Tolkien gelesen, das ganze hat so etwas hobbit-
mäßiges.
Gegen die Winterkälte haben diese Baumhäuser auch noch einen Kaminofen, das Holz wurde uns vom Besitzer direkt vor die Tür geliefert. Man hat eine wunderbare Aussicht auf die Pferdeweide und kann direkt am Feuer ein Glas Wein trinken, selbst dafür ist alles, sogar der Korkenzieher, vorhanden. Wir haben uns selten so wohl gefühlt, wie in dieser absolut einzigartigen Unterkunft.
Die Mahlzeiten (Frühstück und Dinner) wurden im Speiseraum von den Besitzern Candice und Stefan serviert.
Der Speiseraum
Die Köchin kann übrigens zaubern, wir haben selten so gut gegessen.
Jeder Stuhl, jeder Tisch im Speise- raum sind hand- ge- fertigt, alles Unikate. Beeindruckend. Durch die Fenster hat man übrigens einen herrlichen Blick auf die Drakensberge.
Nach zwei Tagen in unserem wunderbaren Baumhaus Pegasus mussten wir umsiedeln, es gab bereits eine Reservierung, doch wir wollten eine weitere Nacht bleiben. Wir zogen also ins Farfaraway-treehouse, das deswegen so hieß, weil es am Ende des Grundstückes lag, also far far away.
Dieses Baumhaus (auch eher ein Pfahlhaus, aber am Baum) hatte sogar zwei Stock- werke. Im unteren war das Schlafzimmer und die Toilette untergebracht, das obere war mehr so der Wellnessbereich mit Jacuzzibad, Dusche und Ruheraum mit fantastischer Aussicht. Auch hier gab es unendlich viele Feinheiten zu entdecken, alles war wirklich mit viel Liebe zum Detaill eingerichtet.
Der schwenkbare Nachttisch zum Beispiel, der es einem ermöglichte Abends entspannt zu lesen.

Oder die Tür zum Balkon mit den vielen Holzscharnieren. Hier ist nichts von der Stange, alles wird in der Werkstatt gefertigt, die ebenfalls auf dem Grundstück zu finden ist.
Es gibt natürlich auch einen Balkon, auf den wir der Bequem- lichkeit wegen die Sessel verfrachtet haben. Auch hier ein fantastischer Ausblick.
Außer dem Pegasus- und dem Farfaraway-treehouse gibt es noch vier weitere Baumhäuser, ein weiteres ist in Arbeit. Diese vier haben wir leider nur von außen gesehen, aber jedes für sich ist auch nur von außen schon eine Augenweide. Im Fantasy-Treehouse ist Platz für zwei Erwachsene und zwei Kinder, das Planequarium bietet sogar sechs Gästen Platz. Hier noch ein paar Impressionen:

Jedes einzelne dieser "Baumhäuser" hat etwas Besonderes, ein ganz spezielles Thema, um das alles herum dekoriert ist. Gerade auch für Kinder wahr- scheinlich ein echtes Abenteuer land.


Ich weiß, so oft verschlägt es den normalen deutschen Reisenden nicht nach Südafrika. Was an sich schon einmal schade ist, denn bisher habe ich kein schöneres und vor alles Dingen vielfältigeres Land bereist. Wer aber vorhat dorthin zu reisen, sollte sich, vielleicht am Ende seiner Reise, ein paar Tage Zeit nehmen und in einem dieser magischen Baumhäuser übernachten. Es ist der geeignete Ort all die neuen Eindrücke zu verarbeiten. Vielleicht mit einem Glas Wein auf dem Balkon, den Blick über die Felder schweifend, während ihr der Sonne zuseht, die über den Gipfeln der Drakensberge versinkt. Ich bin sicher, wer lange genug wartet und die Augen gut aufhält, der wird auch den Blick auf irgendein mystisches Wesen erhaschen... vielleicht eine Fee, eine Elfe oder einen Zwerg. Wer weiß?

Hier noch der link:
http://www.treehouse-acc.co.za/index.php?mainmenu=home