Auch in Prag ist die Straßenmusik seit 2013 stark reglementiert, nur noch auf wenige Stellen beschränkt und auch zeitlich eingeschränkt. Was bedauernswert ist. Denn wer einmal auf der Karlsbrücke und um sie herum flanierte und den Altstädter Ring besucht hat, der weiß, wieviel die Musik zu dem besonderen Flair der goldenen Stadt beiträgt. Ein Hoch auf alle Straßenmusiker, die unseren Aufenthalt so besonders gemacht haben. Möge ihre Musik noch ewig die vielen Ohren erfreuen, die hier unterwegs sind.
Prag - ein Hoch auf die Musik
Bevor ich euch über all die Sehenswürdigkeiten der goldenen Stadt berichte, möchte ich hier eine Lanze brechen. Also im übertragenen Sinn natürlich. Eine Lanze für die Straßenmusik und die Kleinkunst auf der Straße.
Prag ist eine Stadt mit einer fast unvergleichlichen historischen Bausubstanz. Eine Stadt, die es möglich macht, dass man ewig durch schmale Gassen schlendert, die Jugendstilfassaden, die barocken Kirchen, die unvergleichlichen Türme, die Giebel und die roten Dächer bewundert. Nicht merkend wie die Stunden dabei verrinnen. Ohne dass wir überhaupt eine Sehenswürdigkeit besichtigt haben, schlägt mein Herz bereits nach kurzer Zeit für diese Stadt an der Moldau. Viel dazu beigetragen hat die Musik. Obwohl ich es nicht geschafft habe mir Don Giovanni im Ständetheater anzusehen. Was ich eigentlich wollte.
Auch in Prag ist die Straßenmusik seit 2013 stark reglementiert, nur noch auf wenige Stellen beschränkt und auch zeitlich eingeschränkt. Was bedauernswert ist. Denn wer einmal auf der Karlsbrücke und um sie herum flanierte und den Altstädter Ring besucht hat, der weiß, wieviel die Musik zu dem besonderen Flair der goldenen Stadt beiträgt. Ein Hoch auf alle Straßenmusiker, die unseren Aufenthalt so besonders gemacht haben. Möge ihre Musik noch ewig die vielen Ohren erfreuen, die hier unterwegs sind.
Auch in Prag ist die Straßenmusik seit 2013 stark reglementiert, nur noch auf wenige Stellen beschränkt und auch zeitlich eingeschränkt. Was bedauernswert ist. Denn wer einmal auf der Karlsbrücke und um sie herum flanierte und den Altstädter Ring besucht hat, der weiß, wieviel die Musik zu dem besonderen Flair der goldenen Stadt beiträgt. Ein Hoch auf alle Straßenmusiker, die unseren Aufenthalt so besonders gemacht haben. Möge ihre Musik noch ewig die vielen Ohren erfreuen, die hier unterwegs sind.
Postkarte aus Kutna Hora
Kutna Hora? Wo ist das denn? Und wieso gerade von dort eine Postkarte? Ja, ich höre euch förmlich fragen.
Also, eigentlich bin ich grad in Prag. Von dort sollte auch die Postkarte kommen. Aber Prag hat so viele Seiten, so viele Motive, ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Tja, und heute haben wir einen Ausflug nach Kutna Hora gemacht, ein kleines Städtchen, zirka 60 Kilometer von Prag entfernt. Kutna Hora hat zwei Kirchen, die Weltkulturerbe sind, genauso wie die historische Altstadt. Aber die habe ich nicht als Motiv gewählt. Nein, Kutna Hora hat noch eine ganz andere Attraktion. Eine Knochenkirche. Ah, ähnlich wie bei Katakomben denkt ihr... Nicht ganz. Denn hier gibt es Kronleuchter aus Oberschenkelknochen, Girlanden aus Schädeln und, und, und... Doch seht selbst.
Bißchen schräg, nicht wahr? Mehr dazu im Reisebericht. Liebe Grüße aus Kutna Hora.
Also, eigentlich bin ich grad in Prag. Von dort sollte auch die Postkarte kommen. Aber Prag hat so viele Seiten, so viele Motive, ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Tja, und heute haben wir einen Ausflug nach Kutna Hora gemacht, ein kleines Städtchen, zirka 60 Kilometer von Prag entfernt. Kutna Hora hat zwei Kirchen, die Weltkulturerbe sind, genauso wie die historische Altstadt. Aber die habe ich nicht als Motiv gewählt. Nein, Kutna Hora hat noch eine ganz andere Attraktion. Eine Knochenkirche. Ah, ähnlich wie bei Katakomben denkt ihr... Nicht ganz. Denn hier gibt es Kronleuchter aus Oberschenkelknochen, Girlanden aus Schädeln und, und, und... Doch seht selbst.
Bißchen schräg, nicht wahr? Mehr dazu im Reisebericht. Liebe Grüße aus Kutna Hora.
Namibia 11 - Okonjima - ein absolutes Highlight
Der letzte Stop vor Windhoek naht - Okonjima, Home of the africat foundation. Das ist eine Unterkunft, die ich bei der Zusammenstellung unserer Reise als absolutes Muss gesetzt habe. Und das war auch richtig so! Okonjima liegt wunderschön eingerahmt von den Omboroko Bergen und ist ein familiengeführtes Unternehmen. Früher eine Rinderfarm, die auch immer wieder Probleme mit wildernden Raubkatzen hatte, entwickelte sich Okonjima langsam zu einem Naturschutzgebiet, das sich dem Schutz und Erhalt der afrikanischen Großkatzen verschrieben hat. Auf Okonjima findet sich auch die africat-Stiftung (http://www.africat.org/), die Farmern die Möglichkeit bietet in Käfigfallen gefangene Leoparden, Geparden oder andere Tiere abgeben zu können oder sogar abholen zu lassen. Diese werden dann medizinisch versorgt und nach Möglichkeit wieder ausgewildert.
Wir verlassen also das Waterberg Camp ( http://mischas-reisen.blogspot.de/2015/07/namibia-10-der-waterberg.html ), diesmal ohne Eile, denn insgesamt müssen wir nur wenig über 100 km zurücklegen. Auch mal nett!
An der B 1 begrüßt uns rechts ein Schild, das wir nicht richtig realisieren und an dem wir erstmal vorbeifahren. Hier ist der Eingang zur Okonjima Lodge, allerdings sind es von hier aus noch mehr als zwanzig Kilometer bis wir dort ankommen. Aber das kennen wir ja schon. Wir müssen mehrere Tore durchfahren und sind erstaunt über die vielen Schilder, die hier aufgestellt sind. Das mutet fast ein wenig deutsch an, ist aber unheimlich hilfreich. Im Bereich der Lodge angekommen werden wir von einer Herde Kudus interessiert beäugt.
Toyota parken und rein gehts in eine Art Halle, in der auch die Rezeption untergebracht wird. Die Begrüßung ist herzlich, wir bekommen viele Informationen, buchen gleich für den Nachmittag den Leoparden-Drive und können dann, obwohl es noch nicht einmal 12 Uhr ist, unsere Bungalows beziehen. Die sind übrigens ein absoluter Traum und alles dazu könnt ihr etwas später in der Rubrik besondere Unterkünfte nachlesen.
Pause, Gelände erkunden, auf dem so allerhand Warzenschweine unterwegs sind, die sich auch nicht unbedingt immer grün sind, und dann treffen wir uns am frühen Nachmittag zu Kaffee, Tee und kleinen Snacks wieder in der Halle. Dort werden wir von Peter in Empfang genommen, der für die Zeit unseres Aufenthaltes unser Guide ist. Er holt die Getränke für den Sundowner an der Bar ab und wir treffen uns am Fahrzeug. Das ist nur für uns sechs reserviert, wie wir erstaunt feststellen. Das ist natürlich superklasse!
Und los gehts auf die Suche nach Leoparden. Davon gibt es einige auf Okonjima, allerdings sind sie deswegen nicht leichter zu finden. Obwohl sie mit einem Peilsender ausgestattet sind, scheinen sie Meister des Versteckens zu sein. Trotz geortetem Signal kein Leopard in Sicht.
Peter gibt wirklich alles, um die schüchterne Katze zu finden. Wir pflügen uns so weit hinein in die Dornenbüsche wie nur möglich, doch die Leopardin - ja, wir wissen anhand des Signals, dass es sich um eine Dame handelt - scheint wohl Meisterin der
Tarnung zu sein. Einmal huscht Herr Leopard kurz aus den Büschen, ist aber so schnell wieder verschwunden, dass kein Foto möglich ist.
Nachdem wir eine Zeitlang ergebnislos gesucht haben und dabei immer wieder den spitzen Dornen ausgewichen sind, beschließt Peter, dass wir den Ort wechseln und uns damit einem anderen Leoparden zuwenden.
Eine gute Entscheidung, wie sich etwas herausstellt. Denn obwohl auch diese Dame gut versteckt ist, scheint sie irgendwann genervt zu sein und verlässt ihr Versteck. Lange genug für einige Fotos. Hurra!
Allerdings möchte sie dann wieder ihre Ruhe haben und schlägt sich erneut in die Büsche. Ist auch völlig ok. Wir sind zufrieden, dass sie überhaupt geruhte sich zu präsentieren.
Den Sundowner genießen wir ein Stückchen weiter entfernt, während eine Oryxantilope uns umkreist, weil sie an den Salzstein möchte, der in unserer Nähe liegt. Sicher ist sie froh, als wir endlich aufbrechen.
Auf dem Rückweg zur Lodge kreuzt eine Puffotter unsere Piste und wir freuen uns, dass wir nicht zu Fuß unterwegs sind. Das wird am nächsten Morgen übrigens anders sein...
Das abendliche Dinner ist wirklich ausgesprochen gut und zur Freude einiger Mitreisender gibt es hier auch sofort einen Kühler für den Weißwein. Nachdem wir noch eine Weile draußen am Feuer gesessen haben, machen wir uns auf in die Betten, morgen geht es früh raus.
Am nächsten Morgen sind wir schon vor Sonnenaufgang mit Peter und einem weiteren Begleiter wieder unterwegs. Vor der Abfahrt gibt es noch einmal Kaffee und Tee, Frühstück folgt, wenn wir zurück sind. Zum Sonnenaufgang geht es auf einem Hügel, damit Peter ein Signal finden kann. Achso,
heute sind wir auf der Suche nach Geparden. Denen wir dann zu Fuß folgen werden. So der Plan.
Tatsächlich ist das Signal schnell gefunden und wir müssen erstmal eine ganze Weile fahren. Die Sonne wärmt inzwischen auch ein wenig, als wir schließlich anhalten. Aussteigen, Kamera startbereit, um danach Peter im Gänsemarsch zu folgen. Ein seltsames Gefühl, so durch den Busch zu laufen. Irgendwie ein bißchen beängstigend, aber auch ungemein aufregend. So mitten in der Natur mit den wilden Tieren. Und dem wilden Dornengestrüpp. An dem man wirklich gut hängen bleiben kann...
Es dauert nicht so furchtbar lange, da haben wir es tatsächlich geschafft. Vor uns im Busch trinkt ein Gepard seelenruhig aus einer matschigen Pfütze. Läuft dann völlig entspannt weiter, wir, kamerabewaffnet, hinterher.
Irgendwann findet der Gepard dann freundlicherweise, dass es Zeit für eine Pause ist. Die er ausgiebig genießt, und zwar ohne sich von uns stören zu lassen. Wir stehen... und staunen.
Wohl eine halbe Stunde vergeht, bis der Gepard aufsteht, die Glieder reckt und sich davon macht. Uns läßt er zurück, um ein unglaubliches Erlebnis reicher. Noch am Frühstückstisch, mit einem sagenhaften Omlette vor uns, können wir unser Glück kaum fassen.
Über Mittag faulenzen wir am Pool, das mit seinem kühlen Wasser wirklich für Erfrischung sorgt. Am Nachmittag treffen wir uns erneut, um uns auf die Suche nach den african wilddogs zu machen. Diese leben in der afrikanischen Savanne und ihre Art gilt als stark gefährdet. In Okonjima gibt es ein kleines Rudel, zur Zeit besteht es nur aus zwei Tieren.
Mit uns fährt heute eine Malerin aus London, die während der letzten Tage hier in Namibia mit dem Fahrrad unterwegs war. Eine Promotiontour zur Rettung des Rhinos. Sie sagt, sie ist so froh sich endlich einmal fahren lassen zu können. Verständlich. Bei 35° im Schatten, den es ja meist nicht gibt, über staubige Pisten ist sicher auf dem Fahrrad nicht unbedingt ein Vergnügen.
Unsere letzte Fahrt und wir haben unglaubliches Glück. Erstmal stolpern wir sozusagen über einen Leoparden, den wir gar nicht gesucht haben.
Er schaut uns aus seinen irgendwie blau wirkenden Augen an und scheint uns die Zunge auszustecken. Ein wunderschönes Tier, das sich wie der Gepard am Morgen nicht aus der Ruhe bringen lässt.
Dann folgen wir dem Signal der Wilddogs, die wegen ihrer Schnelligkeit und des hohen Grases nicht einfach zu entdecken sind. Doch da.... im Gras bewegt sich etwas.
Schön sind sie nicht, die afrikanischen Wildhunde. Wir können ihnen einen kurzen Augenblick folgen, dann sind sie wieder verschwunden. Doch hier in der Nähe hat Peter auch das Signal einer Hyäne gehört, wir beschließen diese zu Fuß zu suchen. Gesagt - getan. Kurze Zeit später stapfen wir bereits durchs hohe Gras.
Und da ist sie auch schon, die Hyäne. Auch nicht schön, aber ziemlich groß, größer als wir dachten, legt sie sich gerade zum schlafen hin. Außerdem scheint sie tierisch zu stinken. Doch Peter legt den Zeigefinger an die Lippen und winkt uns, ihm zu folgen. Der Gestank wird immer schlimmer, ich kann mich nicht erinnern jemals so etwas grauenvolles gerochen zu haben. Tja, und da sind sie wieder. Unsere african wilddogs. Ihre Schnauzen stecken in einer wimmelnden Masse, augenscheinlich die Ursache des Gestankes. Ein Kadaver, Maden- und Fliegenübersät. Es sieht aus, als würde es leben. Buuääh, mich schüttelt´s. Den Wilddogs aber scheint es zu schmecken.
Ein wenig beunruhigt sind die beiden durch unsere Anwesenheit. So als würden sie uns unterstellen, dass wir ihnen ihren leckeren Happen wieder abspenstig machen wollen. Und so lassen wir sie mit ihrem Festmahl alleine und sind bei jedem Schritt, den wir uns entfernen, froh, auch den Gestank etwas hinter uns zu lassen.
Der Platz für unseren Sundowner ist dem Umstand angemessen, dass es unser letzter Sundowner im afrikanischen Busch sein wird. Die Sonne geht rotgolden über einer Wasserstelle unter, während wir unsere Getränke genießen. Morgen geht es zurück nach Windhoek und am nächste Tag geht dann unser Flug zurück ins kalte Deutschland.
Wir verlassen also das Waterberg Camp ( http://mischas-reisen.blogspot.de/2015/07/namibia-10-der-waterberg.html ), diesmal ohne Eile, denn insgesamt müssen wir nur wenig über 100 km zurücklegen. Auch mal nett!
An der B 1 begrüßt uns rechts ein Schild, das wir nicht richtig realisieren und an dem wir erstmal vorbeifahren. Hier ist der Eingang zur Okonjima Lodge, allerdings sind es von hier aus noch mehr als zwanzig Kilometer bis wir dort ankommen. Aber das kennen wir ja schon. Wir müssen mehrere Tore durchfahren und sind erstaunt über die vielen Schilder, die hier aufgestellt sind. Das mutet fast ein wenig deutsch an, ist aber unheimlich hilfreich. Im Bereich der Lodge angekommen werden wir von einer Herde Kudus interessiert beäugt.
Toyota parken und rein gehts in eine Art Halle, in der auch die Rezeption untergebracht wird. Die Begrüßung ist herzlich, wir bekommen viele Informationen, buchen gleich für den Nachmittag den Leoparden-Drive und können dann, obwohl es noch nicht einmal 12 Uhr ist, unsere Bungalows beziehen. Die sind übrigens ein absoluter Traum und alles dazu könnt ihr etwas später in der Rubrik besondere Unterkünfte nachlesen.
Und los gehts auf die Suche nach Leoparden. Davon gibt es einige auf Okonjima, allerdings sind sie deswegen nicht leichter zu finden. Obwohl sie mit einem Peilsender ausgestattet sind, scheinen sie Meister des Versteckens zu sein. Trotz geortetem Signal kein Leopard in Sicht.
Peter gibt wirklich alles, um die schüchterne Katze zu finden. Wir pflügen uns so weit hinein in die Dornenbüsche wie nur möglich, doch die Leopardin - ja, wir wissen anhand des Signals, dass es sich um eine Dame handelt - scheint wohl Meisterin der
Tarnung zu sein. Einmal huscht Herr Leopard kurz aus den Büschen, ist aber so schnell wieder verschwunden, dass kein Foto möglich ist.Nachdem wir eine Zeitlang ergebnislos gesucht haben und dabei immer wieder den spitzen Dornen ausgewichen sind, beschließt Peter, dass wir den Ort wechseln und uns damit einem anderen Leoparden zuwenden.
Eine gute Entscheidung, wie sich etwas herausstellt. Denn obwohl auch diese Dame gut versteckt ist, scheint sie irgendwann genervt zu sein und verlässt ihr Versteck. Lange genug für einige Fotos. Hurra!
Allerdings möchte sie dann wieder ihre Ruhe haben und schlägt sich erneut in die Büsche. Ist auch völlig ok. Wir sind zufrieden, dass sie überhaupt geruhte sich zu präsentieren.
Auf dem Rückweg zur Lodge kreuzt eine Puffotter unsere Piste und wir freuen uns, dass wir nicht zu Fuß unterwegs sind. Das wird am nächsten Morgen übrigens anders sein...
Das abendliche Dinner ist wirklich ausgesprochen gut und zur Freude einiger Mitreisender gibt es hier auch sofort einen Kühler für den Weißwein. Nachdem wir noch eine Weile draußen am Feuer gesessen haben, machen wir uns auf in die Betten, morgen geht es früh raus.
Am nächsten Morgen sind wir schon vor Sonnenaufgang mit Peter und einem weiteren Begleiter wieder unterwegs. Vor der Abfahrt gibt es noch einmal Kaffee und Tee, Frühstück folgt, wenn wir zurück sind. Zum Sonnenaufgang geht es auf einem Hügel, damit Peter ein Signal finden kann. Achso,
heute sind wir auf der Suche nach Geparden. Denen wir dann zu Fuß folgen werden. So der Plan.Tatsächlich ist das Signal schnell gefunden und wir müssen erstmal eine ganze Weile fahren. Die Sonne wärmt inzwischen auch ein wenig, als wir schließlich anhalten. Aussteigen, Kamera startbereit, um danach Peter im Gänsemarsch zu folgen. Ein seltsames Gefühl, so durch den Busch zu laufen. Irgendwie ein bißchen beängstigend, aber auch ungemein aufregend. So mitten in der Natur mit den wilden Tieren. Und dem wilden Dornengestrüpp. An dem man wirklich gut hängen bleiben kann...
Es dauert nicht so furchtbar lange, da haben wir es tatsächlich geschafft. Vor uns im Busch trinkt ein Gepard seelenruhig aus einer matschigen Pfütze. Läuft dann völlig entspannt weiter, wir, kamerabewaffnet, hinterher.
Irgendwann findet der Gepard dann freundlicherweise, dass es Zeit für eine Pause ist. Die er ausgiebig genießt, und zwar ohne sich von uns stören zu lassen. Wir stehen... und staunen.
Wohl eine halbe Stunde vergeht, bis der Gepard aufsteht, die Glieder reckt und sich davon macht. Uns läßt er zurück, um ein unglaubliches Erlebnis reicher. Noch am Frühstückstisch, mit einem sagenhaften Omlette vor uns, können wir unser Glück kaum fassen.
Über Mittag faulenzen wir am Pool, das mit seinem kühlen Wasser wirklich für Erfrischung sorgt. Am Nachmittag treffen wir uns erneut, um uns auf die Suche nach den african wilddogs zu machen. Diese leben in der afrikanischen Savanne und ihre Art gilt als stark gefährdet. In Okonjima gibt es ein kleines Rudel, zur Zeit besteht es nur aus zwei Tieren.
Mit uns fährt heute eine Malerin aus London, die während der letzten Tage hier in Namibia mit dem Fahrrad unterwegs war. Eine Promotiontour zur Rettung des Rhinos. Sie sagt, sie ist so froh sich endlich einmal fahren lassen zu können. Verständlich. Bei 35° im Schatten, den es ja meist nicht gibt, über staubige Pisten ist sicher auf dem Fahrrad nicht unbedingt ein Vergnügen.
Unsere letzte Fahrt und wir haben unglaubliches Glück. Erstmal stolpern wir sozusagen über einen Leoparden, den wir gar nicht gesucht haben.
Er schaut uns aus seinen irgendwie blau wirkenden Augen an und scheint uns die Zunge auszustecken. Ein wunderschönes Tier, das sich wie der Gepard am Morgen nicht aus der Ruhe bringen lässt.
Dann folgen wir dem Signal der Wilddogs, die wegen ihrer Schnelligkeit und des hohen Grases nicht einfach zu entdecken sind. Doch da.... im Gras bewegt sich etwas.
Schön sind sie nicht, die afrikanischen Wildhunde. Wir können ihnen einen kurzen Augenblick folgen, dann sind sie wieder verschwunden. Doch hier in der Nähe hat Peter auch das Signal einer Hyäne gehört, wir beschließen diese zu Fuß zu suchen. Gesagt - getan. Kurze Zeit später stapfen wir bereits durchs hohe Gras.
Und da ist sie auch schon, die Hyäne. Auch nicht schön, aber ziemlich groß, größer als wir dachten, legt sie sich gerade zum schlafen hin. Außerdem scheint sie tierisch zu stinken. Doch Peter legt den Zeigefinger an die Lippen und winkt uns, ihm zu folgen. Der Gestank wird immer schlimmer, ich kann mich nicht erinnern jemals so etwas grauenvolles gerochen zu haben. Tja, und da sind sie wieder. Unsere african wilddogs. Ihre Schnauzen stecken in einer wimmelnden Masse, augenscheinlich die Ursache des Gestankes. Ein Kadaver, Maden- und Fliegenübersät. Es sieht aus, als würde es leben. Buuääh, mich schüttelt´s. Den Wilddogs aber scheint es zu schmecken.
Ein wenig beunruhigt sind die beiden durch unsere Anwesenheit. So als würden sie uns unterstellen, dass wir ihnen ihren leckeren Happen wieder abspenstig machen wollen. Und so lassen wir sie mit ihrem Festmahl alleine und sind bei jedem Schritt, den wir uns entfernen, froh, auch den Gestank etwas hinter uns zu lassen.
Der Platz für unseren Sundowner ist dem Umstand angemessen, dass es unser letzter Sundowner im afrikanischen Busch sein wird. Die Sonne geht rotgolden über einer Wasserstelle unter, während wir unsere Getränke genießen. Morgen geht es zurück nach Windhoek und am nächste Tag geht dann unser Flug zurück ins kalte Deutschland.
Lieblingsplätze - alles bleibt im Fluss
Inzwischen habe ich viele Winkel dieser Welt gesehen. Zauberhafte Orte. Verwunschene Paradiese. Mystische, halbverfallene Gebäude. Atemberaubende Strände. Landschaften, die besonders durch ihre Kargheit wirken. Ewige Wüsten in unterschiedlichen Farben von weiß bis zinnoberrot. Nachthimmel mit unendlich vielen Sternen. Das Meer. Ewig gleich und doch immer wieder anders...
Doch es gibt Plätze, die sind mir lieb und teuer und gar nicht so weit entfernt. Dieser hier ist einer davon. Am Fluss gelegen. An der Elbe natürlich, wo auch sonst? Merkwürdigerweise habe ich dort selten andere Menschen getroffen.
Ein Ort, über dem ein Zauber liegt. Gleichmütig fließt das Wasser hier seinem Bestimmungsort entgegen. Der Nordsee. Streift flüchtig die verwilderten Uferstreifen. Dreht sich in Strudeln an den Sandbänken. Hält inne in manchen Tümpeln, um später von noch mehr Wasser fortgespült zu werden. Schafft Inseln oder reißt solche hinweg.
Im Hintergrund erhebt sich der Geesthang. Mit Sprenkeln jungfräulichen Grüns, die sich in der Brise wiegen. Vögel zwitschern. Irgendwo arbeitet der Biber an seinem Bau. Unsichtbar.
Danke dafür.
Doch es gibt Plätze, die sind mir lieb und teuer und gar nicht so weit entfernt. Dieser hier ist einer davon. Am Fluss gelegen. An der Elbe natürlich, wo auch sonst? Merkwürdigerweise habe ich dort selten andere Menschen getroffen.
Ein Ort, über dem ein Zauber liegt. Gleichmütig fließt das Wasser hier seinem Bestimmungsort entgegen. Der Nordsee. Streift flüchtig die verwilderten Uferstreifen. Dreht sich in Strudeln an den Sandbänken. Hält inne in manchen Tümpeln, um später von noch mehr Wasser fortgespült zu werden. Schafft Inseln oder reißt solche hinweg.
Im Hintergrund erhebt sich der Geesthang. Mit Sprenkeln jungfräulichen Grüns, die sich in der Brise wiegen. Vögel zwitschern. Irgendwo arbeitet der Biber an seinem Bau. Unsichtbar.
An dieser
Stelle ist die Elbe schmal. Die alte Salzstraße nach Lüneburg führte hier
entlang. Das andere Ufer scheint greifbar nah. Liegt im schmeichelnden Licht
der Morgensonne.
Mein Blick folgt dem gemächlich fließenden Wasser. Alles bleibt im Fluss. Stets
und immer.
Diesen Ort habe ich als Geschenk erhalten. Ein Ort, an dem meine Gedanken frei sind. Auch mal eine andere Richtung einzuschlagen...Danke dafür.
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