Es ist ziemlich schwül heute und wir sind froh, dass unser Auto eine Klimanalage hat. Ganz anders die Snowdon-Mountain-Railway, wie wir dann feststellen. Auf dem Parkplatz in Llanberis
überlegen wir noch, ob wir unsere Vliesjacken mitnehmen. Schließlich sind Berggipfel ja meist kühl. Glücklicherweise entscheiden wir uns dagegen. Wir schwitzen so schon. Da wir recht früh an der Bahnstation sind, haben wir das Glück noch einen Fensterplatz zu erhaschen.
Die Snowdon-Mountain-Railway ist eine Zahnradbahn und wurde bereits im Jahr 1896 eröffnet. Es fahren Dampf- und Dieselloks in einer Stunde zum Gipfel hoch. Die Fahrten mit der Dampflock sind leider häufig
auf Tage im Vorraus ausgebucht.Tatsächlich bieten sie auch etwas mehr Platz in den angehängten Waggons. Natürlich ist die Fahrt auch dementsprechend teurer.
Unser Zugführer ist ein walisischer Lachsack. Er unterhält sich mit zwei älteren walisischen Damen, die direkt hinter ihm sitzen und findet seine eigenen Wortbeiträge augenscheinlich so lustig, dass er ständig in explosionsartiges Gegacker ausbricht. Würden wir nicht so eingeklemmt sitzen, würden wir wahrscheinlich jedesmal vor Schreck von der Bank fallen.
Die Aussicht ist wunderbar. Grüne Hänge, einsame Gipfel, dazwischen liegende dunkle Seen und schroffe Abgründe. Leider durch das Fenster nicht wirklich gut zu fotografieren. Viele Wanderer kreuzen unsere Strecke, da der Llanberis Path direkt der Bahntrasse folgt. Teilweise tragen sie auch noch ihre kleineren Kinder auf dem Rücken. Hut ab!
Zum Gipfelkreuz muss man noch ein wenig zu Fuß gehen und dann hoffen, dass man innerhalb dieser dreißig Minuten dort oben einen Platz bekommt. Wir schaffen es und haben sogar noch einen kleinen Moment Zeit uns an einen Abhang zu setzen und die einmalige Aussicht zu genießen. Wie bestellt, taucht dann auch noch ein Millitärflieger auf, der in leichter Schräglage zwischen den Gipfeln hindurchsaust.
Die Aussicht ist wirklich ein Traum, doch schöner wäre es, wenn es weniger voll wäre und wir etwas mehr Zeit hätten. Tja, aber es ist wie es ist. Wir können es nicht ändern.
Obwohl wir sicher sind, uns schrecklich beeilt zu haben, verpassen wir fast die Bahn. Da wir als letzte unser Abteil besteigen, müssen wir uns saugend-schmatzend in die Mitte setzen.
Dasselbe Prozedere wie zuvor und wir sind wirklich froh, als wir endlich wieder unten sind.
Reiseführer angepriesenen Wasserfall, den Swallow Falls in der Nähe von Betswy-y-coed, vorbei, den wir aber wenig spektakulär finden.
Den Abend verbringen wir am Strand von Llandudno und verzehren unsere mitgebrachten Aldi-Delikatessen, übrigens allesamt lecker, packen dann unsere Koffer, damit wir uns am nächsten Morgen Ein letztes Frühstück in unserem Lieblings-Guesthouse, dann werden wir herzlich verabschiedet. Das Britannia-Guesthouse können wir wirklich uneingeschränkt weiterempfehlen.
Unser Ziel für heute ist das zirka 200 Kilometer entfernte Hay-on-Way. Eine kleine Stadt, direkt an der Grenze zu England, die wohl hauptsächlich aus Second-Hand-Buchläden bestehen soll. Eine Unterkunft haben wir nicht gebucht, wir lassen uns überraschen, was wir dort so finden.
einer besonders unverständlichen Version. Wir stehen Minuten davor und erhalten trotz mehrfacher Versuche keinen Parkschein. Bis sich eine Dame unser erbarmt und uns erklärt, dass wir die letzten Ziffern unseres Nummernschild mit eingeben müssen. Na, das nenn ich mal eine Idee, da wären wir in hundert Jahren nicht drauf gekommen. 
Wales ost echt ein schönes Land. An Pfingsten war ich auch da, aber nur in Cardiff. Finde Cardiff eine der schönsten Städte auf der Insel.
AntwortenLöschenHab von deinem Blog durch den Zug gelesen. :)
Ja, Wales hat mir auch wirklich gut gefallen. Ich bin ein Fan von Burgen, Schlössern und alten Gemäuern, davon hat Wales ja wirklich jede Menge zu bieten, darüber hinaus aber auch wunderschöne Landschaften und Städte.
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